Er kam, er sah, er siegte. In seinem Debüt beim 44. Dortmunder Sparkassen Chess Meeting, einem der stärksten Turniere der Welt, distanzierte der Franzose Maxime Vachier-Lagrave, den die (Schach-)Welt MVL nennt, bei nur sieben Runden mit vier Siegen und drei Remis seine Mitstreiter um 1,5 Punkte. Und die waren wahrlich kein Fallobst; schließlich teilten sich der russische Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik, auch Mr. Dortmund genannt (weil er dieses "sein" Turnier schon zehn Mal gewonnen hat), der Italoamerikaner Fabiano Caruana (der Sieger der letzten drei Jahre) und der beste lateinamerikanische Spieler, Leinier Domínguez aus Kuba, mit jeweils vier Punkten den zweiten Platz. Angenehmer Begleiteffekt: Als Nummer vier der Weltrangliste war MVL ins Turnier gestartet, am Ende war er Nummer zwei und hatte Kramnik und Caruana von den Plätzen vor ihm verdrängt. Dortmund wirkt manchmal Wunder, nicht nur beim Fußball.

Wie der norwegische Weltmeister Magnus Carlsen, der gerade in New York seinen Titel gegen den Russen Sergei Karjakin verteidigt, wurde Maxime Ende 1990 geboren, allerdings übertrumpft er den Norweger bislang nur beim Vornamen: Schließlich bedeutet magnus im Lateinischen "groß", Maxime hingegen leitet sich von maximus, "der Größte", ab. Nomen est omen? Warten wir’s ab!

Mit welcher petite combinaison kam MVL als Schwarzer am Zug gegen den Russen Jewgeni Najer in entscheidenden Vorteil?

Lösung aus Nr. 48:

Mit welcher kleinen Kombination gewann Weiß schnell?

Nach dem Turmopfer 1.Tb6+! Kxb6 und der folgenden Bauerngabel 2.c5+! war Schwarz verloren und gab nach 2...Kc6 3.cxd6 Kxd6 4.Dg3+ Kc6 5.e4 dxe4 6.Dc3+ nebst Matt auf