Die Münchener Schachakademie unterrichtet Jung und Alt, geht aber vor allem in Grund- und Hauptschulen, gerne auch an soziale Brennpunkte, um Kinder und Jugendliche für Schach zu begeistern. In der "SchlaU-Schule" kümmern sich Schachspieler um junge Flüchtlinge, in der "Pfennigparade" um Schwerstbehinderte, an anderen Stellen um autistische und krebskranke Kinder. Eine Erfolgsgeschichte! Das sollte zum zehnjährigen Bestehen mit einem Jubiläumsturnier gefeiert werden.

Beim Krulich Cup, benannt nach Roman Krulich, dem großen Förderer der Akademie, gaben sich, wo sonst die Gangart der Bauern (immer vorwärts!) erklärt wird, Spieler der Weltklasse im Schnellschach ein Stelldichein: der einstige Vize-Weltmeister Nigel Short (England) ebenso wie die Ex-Weltmeisterinnen Marija Muzychuk (Ukraine) und Antoaneta Stefanova (Bulgarien).

Mit "Beautiful Minds" war dieses Turnier überschrieben, bei dem fünf Damen zeigen wollten, dass ihre minds es mit denen der sieben Herren aufnehmen können – vom Aussehen ganz zu schweigen. Besonders gut gelang dies Anna Muzychuk, der Schwester Marijas, die sich hinter dem Spanier Francisco Vallejo Pons mit Short den zweiten Platz teilte. Großmeister Michael Bezold meinte: "Es war das schönste Turnier, das ich je gespielt habe."

Beautiful war auch die Kombination, mit der Österreichs Spitzenspieler Markus Ragger als Weißer gegen Stefan Bromberger nach "grobem" Auftakt eine Figur gewann, wobei sein Springer eine herrliche Pirouette drehte. Wie kam’s?

Lösung Nr. 7:

Nach welchem stillen weißen Zug gab es für Schwarz keine Rettung mehr vor einer durchschlagenden Mattkombination?

Nach 1.f4! gab Schwarz auf, weil 2.Txh6+! gxh6 3.Dh7 matt nicht mehr zu vereiteln ist. 1...Dc4+ 2.b3 hätte nur hinausgezögert