Man versteht sofort, warum dieser Ort den Eindruck erweckt, die Welt sei schön und nichts Böses könne passieren. Korinthische Säulen stützen mit tief gelappten Akanthusblättern einen weiß getünchten Renaissance-Portikus. Balkone haben schwarzes Eisenwerk wie sonst nur die Altstadt von New Orleans, mediterrane Olivenbäumchen sitzen in maßgeschneiderten Blumenkästen. Viktorianische Baukunst der schönsten Art, niedrige Reihenhauszeilen, die sich anmutig zu Halbmonden formen. Beinahe scheint es, als habe das britische Empire nur diesem einen Zweck dienen wollen, Londoner Vororte mit Flair zu versorgen. Hups, das war eine dunkle Schönheit, die etwas Spanisches in ihr Headset rattert, während sie mit wehender Mähne auf einem Roller über den Bürgersteig jagt. Zu Prada in die Shopping-Mall von Shepherd’s Bush? Die Nationalitätenliste des Ortes verzeichnet: Polen, Syrer, Somalier, Franzosen, Iraner, Iren, Algerier und Afghanen, hier also hat der libysche Autor Hisham Matar eine Heimat gefunden. Matar, der 1970 in New York als Sohn eines Sekretärs der libyschen UN-Vertretung geboren wurde und als Dreijähriger mit seinen Eltern zurück nach Tripolis zog und von dort mit ihnen fünf Jahre später floh, vor dem Zorn eines despotischen Regimes, das der Vater bekämpfte, erst in Richtung Nairobi, dann weiter nach Kairo, wo der Vater im Jahr 1990 vom libyschen Geheimdienst entführt wurde, er verschwand in den Folterkellern des Muammar Muhammad Abdassalam Abu Minyar al-Gaddafi. Die Spur des Vaters verliert sich im Abu-Salim-Gefängnis, in dem 2011 mehr als 1.200 Häftlinge massakriert wurden. Dies ist der dunkle Gravitationspunkt des Buches Die Rückkehr. Es ist, nach zwei eindrücklichen Romanen aus der Perspektive eines vaterlosen Kindes, das dritte Werk, mit dem Matar sein Thema umkreist, und nein, es geht nicht um die Rückkehr des Vaters.

Das Buch hat als Rahmen einen Reisebericht. Der Erzähler, Hisham Matar, reist mit seiner Frau Diana, einer Fotografin, und seiner Mutter nach Libyen, man trifft die Gruppe in Kairo am Gate für Flug 835 nach Bengasi. Es ist 2012 und die erste Rückkehr Matars an den Ort seiner Kindheit. "Seit wir Libyen verlassen hatten", heißt es an einer Stelle, "war Wut wie ein vergifteter Strom durch mein Leben geflossen." Dort wieder angekommen, wirft er sich in eine sich weit verzweigende, ins Unendliche hinein verlängernde, vollkommen hoffnungslose Suche nach dem Vater, nach Jaballa Matar. Auf den ersten Buchseiten ist eine Landkarte abgedruckt, auf der das knapp 1.800.000 Quadratkilometer große libysche Territorium skizziert ist, eine riesige leere Fläche zwischen Algerien und Ägypten, eingefügt mit diesen absurd geraden Strichen, wie es für die Grenzziehungen der Kolonialmächte typisch war. Am oberen Kartenrand hängen winzig wirkende Inseln von Italien und Griechenland, zu denen afrikanische Flüchtlinge unserer Tage vom libyschen Strand aus über das Meer fliehen, 300.000 waren es im letzten Jahr, auch von ihnen verschwanden natürlich viele auf immer und ewig, im letzten Jahr mindestens 5.000 Menschen, so die Menschenrechtsorganisationen. Gaddafis Tyrannei ist seit 2011 vorbei, aber nicht die Herrschaft von Willkür und Chaos. Libyen ist ein failed state.

Wir sitzen in Matars Schreibstudio, in dem nur ein fein geschnitzter Hocker an die alte Heimat erinnert. Ein Mann in tiefblauem Tweed, dazu ein tiefblauer Pullover, die Jahre in seiner englischen Privatschule, die fast drei Jahrzehnte in London, von wo aus er einmal nach Paris zog und wieder zurückkam, waren offensichtlich stilprägend. Hat er irgendwann mal daran gedacht, wie schön es wäre, einen Strich unter alles zu ziehen? Unter Libyen? Das furchtbare Familiendrama, hat er sich je den ketzerischen Gedanken erlaubt, die Hamlet-Rolle zu verweigern, aufzuhören, den Geist dieses Vaters zu beschwören? Hisham Matar beugt sich vor und guckt durch seine runde dunkle Brille und sagt: "Immer!"

Was also treibt ihn, all die Jahre hindurch? Ist es Obsession? Matar sagt "Jaaa". Dann sagt er in seiner behutsamen Art, Obsession sei ein Wort, das er nicht so möge. Er sagt: "Ich war einmal von etwas besessen, und ich weiß daher sehr genau, wie sich Obsession anfühlt." Wovon war er besessen? Er lacht. Später wird er einfließen lassen, ja, er sei als junger Mann von der Suche nach seinem Vater besessen gewesen. Er erwähnt, wie die Familie versuchte, ihn zurückzuhalten, die Mutter sich sorgte, um ihn, um seine Seele. Matar beschreibt Obsession als einen engen Ort, hermetisch abgeriegelt, sauerstoffarm. Und wie sehr er wünscht, dass sein Buch als etwas erscheinen möge, das anders ist, nämlich ein Ort, an dem sich eine Neugier entfaltet – ganz weit. Neugier worauf? Auf den Menschen, auf das, was er sein kann!

"Sehen Sie, für mich liegt etwas unendlich Faszinierendes darin, dass ich also hier bin, 46 Jahre alt, und ich habe nur sechs Jahre davon in Libyen verbracht, nämlich die Jahre zwischen drei und acht. Ein Teil von mir bildet sich natürlich immer noch ein, es hätte vielleicht die Möglichkeit einer anderen Person ergeben. Einer ähnlichen wie ich. Aber einer, die nicht immer über die Schulter zurückschaut, sondern nach vorne." Und was macht es so schwer? "Vieles hat einfach damit zu tun, wie meine Familie ist. Die Tatsache, dass mein Zuhause durchdrungen war von Libyen. Wir waren in Kairo, aber immerzu kamen zu uns Menschen aus Libyen oder Libyer, die im Ausland lebten, aber für die libysche Opposition arbeiteten, es gab immer, zu jeder Zeit, diese starke Unterströmung aus Libyen. Das hat mein Leben geprägt wie natürlich auch, dass ich meinen Vater auf diese Weise verloren habe. Das alles hat mich involviert, weniger in ein Land als in eine Geschichte, mit der ich mich auseinandersetzen muss. Genau das interessiert mich."

Er sagt, tatsächlich gehe es weniger um ihn, um seine Familie oder um Libyen. Es klingt fast patzig. Er sagt: "Ich glaube nicht mal, dass meine Familie interessanter ist als andere Familien." Nana, um was geht es denn dann? Er glaubt, dass diese Familie und die starken Bindungen in der Familie auf ihn als Schriftsteller wie eine Initiation wirken – in Themen, psychologische Zustände, Gefühle, seelische Befindlichkeiten, die universal seien.

"In meinem Werk untersuche ich die sehr einfache, aber überall gültige Tatsache, dass jeder von uns in eine Geschichte hineingeboren wird." Würde er konzedieren, dass die Umstände dieser Geschichte nicht für alle von uns so dramatisch sind? Er sagt: "Wir alle werden in bestimmte Umstände hineingeboren und in das, was sich aus ihnen an Konsequenzen ergibt. Wie wir damit umgehen, das ist für mich eine offene Frage. Ich weiß nur, dass das Repertoire der Möglichkeiten weit ist."

Nicht erkannt, die Stimme des eigenen Bruders!

Hisham Matar hat aus diesem Repertoire des dem Menschen Möglichen also die Rolle des Schriftstellers gewählt. Vielleicht ist gewählt der falsche Ausdruck. Er beschreibt es so: "Schreiben zu wählen war etwa so wie Atmen wählen." Er habe schon als Kind geschrieben, immerzu, in der Schule habe man das listig als Potenzial erkannt, er habe ein Jahr lang für die Theatergruppe jede Woche Sketche liefern müssen. Tolle Übung!

Wir reden über die Bücher, mit denen er aufwuchs. Das sei vor allem Lyrik gewesen, sein Vater habe die arabische Lyrik geliebt. Was davon? Alles, die historische, aber auch die moderne Dichtung, als kleines Kind habe er den Eindruck gehabt, Literatur sei Lyrik. Erst als er größer wurde, seien Übersetzungen dazugekommen. Ezra Pound, T. S. Eliot und John Donne, der elisabethanische Dichter, dessen Sonette, Elegien, Lieder er noch heute liebe, so wie John Keats. Überhaupt die englische Romantik! Romane? Das kam erst später, als er in England in der Schule war. Eigentlich erst nach der Entführung seines Vaters, da tauchte er ab in Romane.

Eine der bewegenden Szenen des neuen Buches erzählt von einem Gefangenen Gaddafis, der im Kerker sich und seine Mitgefangenen bei Verstand hält, indem er Gedichte rezitiert, es scheint so, als gebe es in ihm ein Repertoire an Versen, Möglichkeiten des Menschseins, die von den Häschern nicht zerstört werden können. Es ist Matars Onkel Mahmoud, der dem Neffen diese Geschichte erzählt, Mahmoud, der jüngere Bruder seines Vaters. Mahmoud erzählt, dass diese Gedichte zu ihm herüberdrangen aus einer Zelle auf der anderen Seite des Ganges und dass der Rezitator versucht habe, sich ihm zu erkennen zu geben – als sein Bruder Jaballa. Er aber habe seine Stimme nicht erkannt. Nicht erkannt, die Stimme des eigenen Bruders! Matar reflektiert mit mühsam gebändigten Gefühlen darüber, wie extrem ein Erlebnis sein muss, damit es einen Menschen so verändert, dass die Stimme des eigenen Bruders nicht zu erkennen ist, er zitiert eine Zeile aus Dantes Inferno: "Die Angst, in der du lebst / Hat dich vielleicht gelöscht in meinem Geiste ..."

Andere Szene. Sie ereignet sich, als nach dem Sturz Gaddafis 2011 die letzten Gefängnisse erobert werden, Kerkertüren, die über Jahre verschlossen waren, sich widerständig öffnen und ein alter Mann gefunden wird, der also jahrelang keine Sonne gesehen hat, der Welt fremd geworden ist, nicht mehr sprechen kann, nicht weiß, wer er in dieser Welt ist oder war. Das ist die Geburt der albtraumartigen Vorstellung, dass der Vater das Massaker in Abu Salim überlebt haben könnte, aber irgendwo herumirrt, ohne Namen, ohne Gedächtnis, eine erneute Befeuerung für Matar und seinen Bruder Ziad, dass sie diesen ausgelöschten Menschen finden müssen. Der vielleicht tot ist. "Nicht zu wissen, wann mein Vater zu existieren aufhörte, hat die Grenze zwischen Leben und Tod weiter kompliziert", schreibt er. "Der Körper meines Vaters ist nicht mehr da, aber sein Raum existiert noch und wird von etwas eingenommen, das nicht nur Erinnerung genannt werden kann. Er lebt und ist Teil des Jetzt."

Der Stil des Buches ist fast karg gegenüber den vorangegangenen Romanen, die in den internationalen Feuilletons auf langen Seiten gefeiert wurden, sie lebten von einer poetischen Erzählweise. Das neue Buch protokolliert geradezu pedantisch eine Reiseroute, die einzelnen Begegnungen, die Gespräche mit Menschen, die Familie sind oder dem Vater nahestanden oder Zeugen der politischen Ereignisse waren, die vielleicht irgendetwas erinnern könnten, das man dann wie einen Faden verfolgen könnte, der zu dem Vermissten führt. Die meisten dieser Ansätze werden zu "schwarzen Löchern", wie Matar es nennt, das wäre dann zugleich die Bezeichnung für den Abgrund, an dem sich der Erzähler immer wieder findet, mühsam der Neigung widerstehend, sich hinabzustürzen. So gesehen ist das Buch auch das Protokoll einer Krise. Man könnte es aber auch als Galerie von Porträts sehen, als Parade von Menschen, die Unvorstellbares erlebt haben. Mahmoud, dieser kleine Bruder von Jaballa. 1990 verhaftet, gefoltert, 2011 freigelassen. 21 Jahre in Haft!

Es gibt, während dieser Reise, viele Rückblenden in die Kindheit, in die Geschichte Libyens, es wechseln Erinnerungen an ein Leben im Exil in ständiger Bedrohtheit mit Frontberichten aus dem Freiheitskampf. So zurückhaltend der Stil ist, so komplex, so virtuos konstruiert ist dieses Buch, der Erzähler bemüht sich um Nüchternheit, gerade in Szenen absurder Abgründigkeit. Es gibt ein Handygespräch mit einem Widerstandskämpfer, der in einer Wohnung mit seinem Sohn eingeschlossen ist, er sitzt neben der verwesenden Leiche und weiß nicht, wie er sie beerdigen soll. Ausführlich wird von den zähen Versuchen der Matar-Brüder berichtet, das Schicksal des Vaters in England auf die politische Agenda zu setzen. Es kommt tatsächlich zu einer Debatte im Parlament von Westminister und vielen Beteuerungen der Diplomatie, man lege die Frage nach dem Verbleib von Jaballa Matar nun im 14-tägigen Rhythmus der libyschen Regierung vor.

Einer der furchtbaren Höhepunkte des Buches ist ein Kapitel, in dem Hisham Matar den Sohn Gaddafis in einem Londoner Luxushotel trifft, Auftakt für quälende, sich über Monate erstreckende, zermürbende Verhandlungen, die sich wieder im Nichts verlieren. Hier schreibt einer, der seinen Kafka gelesen hat. Man fragt sich, wo das Risiko einer solchen Recherche liegt – im Scheitern oder im Auffinden einer Wahrheit, einer womöglich nie mehr zu vergessenden Wahrheit über das grausame Schicksal des Häftlings Jaballa Matar, der zuletzt kurz vor dem großen Massaker in der Folterfestung Abu Salim gesehen wurde. Letztere Möglichkeit, sagt Matar, die habe er natürlich mehr gefürchtet.

Er sagt, es gebe in seinem Buch diese dünne Linie, die zwischen der Hoffnung verlaufe, den Vater zu finden, und dem Wunsch, es nicht zu tun – "und man selber ist auf dem Schauplatz dieses beschämenden Kampfes. Weil man diese beiden Kräfte in sich ausbalancieren muss. Meine Aufgabe als Autor bestand vor allem darin, mit diesem Stoff auf eine authentische Weise umzugehen." Treibende Motivation sei nicht der Wunsch gewesen, sich gegenüber einer äußeren Macht zu behaupten – noch nicht einmal gegenüber seinem Vater. Er sagt: "Natürlich gefällt es mir, wenn die Menschen sagen, ich könne stolz darauf sein, was ich losgetreten habe. Oder er wäre stolz auf mich gewesen. Ich nehme das als Kompliment. Aber ich habe tatsächlich keine Ahnung, was mein Vater von meinen Büchern halten würde. Oder von irgendetwas. Wie auch?" Ja, wie, der Vater ist seit Jahrzehnten verschwunden. Was also könnte das Buch, das die Vergeblichkeit beschreibt, ihn zu finden, zu einem gelungenen machen? Er sagt: "Es geht mir darum, gegenüber diesen Ereignissen, die mich unglaublich ungeduldig machen, eine Haltung zu finden – eine der Geduld und Ruhe. Durch Schreiben eine Art von Pause um die Geschehnisse herum zu schaffen. Auszuloten, was in dieser Pause passiert. Zu fragen: Welcher Raum eröffnet sich jetzt?"

"Es sind Augenblicke einer wahren humanistischen Expansion"

Der Autor will sein Schreiben als Handwerk betrachtet wissen, Matar sagt: "Meine Arbeit besteht letztlich darin, Sätze herzustellen. Ich komme morgens in dieses Studio, wenn ich Glück habe, gibt es abends einen Absatz Text. Ein Absatz ist ein Objekt, das ich forme. Einige der Absätze sind wie eine Linse, die viel Licht versammelt, andere funktionieren so, dass sich die Perspektive in alle Richtungen öffnet. Die Imagination kuratiert das, was aus der Wirklichkeit ausgewählt wird." Das Resultat? Kein Sachbuch jedenfalls, auch kein Roman. "Ich halte mich für einen Autor von Prosa."

Bleibt die Frage, ob das Buch das Ergebnis eines individuellen Entwicklungsprozesses ist, wie ihn das Buch beschreibt, oder ob ein solcher dem Schreiben vorausgeht. Und: Hat es ihn, der ja nur wenige Jahre in Libyen wohnte, dem Land näher gebracht? Geholfen, frei zu werden und sich woanders zu verorten?

Er sagt, vielleicht alles zusammen. Ja, er liebe Libyen. Er habe diese tiefe Leidenschaft für das Land und seine Leute. Libyen definiere ihn – aber eben doch nicht vollständig. Gleichzeitig gehöre er, der seine Zeit teilt zwischen London und New York, zu jener wachsenden Gruppe von Menschen an der äußersten Grenze einer nationalen und sprachlichen Identität. Die Sprache, in der er schreibe, sei ja nicht die, in der er seine Mutter um etwas zu trinken bat. Englisch sei immer die zweite Sprache, auch wenn er darin schreibe. Und tatsächlich, er hat einen leichten Akzent, der im schriftlichen Ausdruck allerdings verschwunden ist.

Wir kommen noch einmal auf seine Kindheit in Kairo, wo er als Schuljunge mit seinem Vater loszog, um Bücher aufzustöbern, die von der Zensur verboten worden waren, Dostojewski, Milan Kundera. Seine Eltern hätten ihn gedrängt zu lesen, "um etwas über die Welt zu erfahren". Aber sei es denn nicht gerade andersherum, dass die stärksten Momente einer Lektüre uns etwas entdecken, was in uns selber ist?

Matar sagt: "Wie oft ich lesend ein Deutscher war oder ein Franzose oder ein Russe! Oder ein Japaner! Oder schwul, wie oft ich mich in einem schwulen Mann oder einer lesbischen Frau erkannt habe!" Und diese Momente seien nicht etwa Unterhaltung, sondern eine Realität. "Es sind Augenblicke einer wahren humanistischen Expansion."

In dem Bücherregal, das in seinem Rücken ist, wenn er morgens am Schreibtisch Platz nimmt, und in dem man eine schöne Ausgabe von Proust sieht und daneben Sebald, Rilke, Conrad, dort steht, aufgestellt wie ein Bild, ein von der Künstlerin Vanessa Bell wunderbar gestalteter Band der Hogarth Press, die Erstausgabe A Writer’s Diary von Virginia Woolf, die Expertin darin war, in einem Augenblick zu erkennen, wie wir und alles zusammenhängen, die Welt, die Kunst, die Musik, das Gewebe des Alltags. Ist es diese Epiphanie, die er jagt, die Woolf moment of being nannte? "Ja", sagt Matar: "absolut!"

Das Buch Die Rückkehr beschriebe dann, so betrachtet, ein Ankommen in der Sprache oder, wie es im Buch heißt, "ein Zu-Hause-Sein als einen Ort, von dem aus die ganze Welt plötzlich möglich wird".

Bibliographie-Info: Hisham Matar; Die Rückkehr; Auf der Suche nach meinem verlorenen Vater; a. d. Engl. v. W. Löcher-Lawrence; Luchterhand Verlag; München 2017; 288 S., 20,– €