Er war klein, schmächtig und hatte abstehende Ohren. Auf den ersten Blick kein Siegertyp – doch mit seinem klugen Verstand machte er das wett. Dabei hatte er nur kurz die Volksschule besucht; ab dem zehnten Lebensjahr musste er als Lehrling im Fahrradhandel zum Unterhalt der zehnköpfigen Familie beitragen. Aber er ließ sich nie unterkriegen, ergatterte mit 16 einen festen Job in einem Elektrobetrieb, bildete sich in Abendkursen weiter.

Mit einer guten Idee, einem Kapital von etwa 40 Euro und unterstützt von seiner Ehefrau, startete er dann sein eigenes Unternehmen – der Beginn einer heute fast irreal anmutenden Aufstiegsgeschichte. "Die einzige Ursache für Erfolg oder Niederlage liegt in uns selbst", lautete sein Credo, danach handelte er. Der kleine, zähe Mann war Mitte dreißig, da beschäftigte er bereits dreitausend Leute, belieferte mit Hunderten nützlicher Produkte die Nation und expandierte weiter.

Dabei ging es dem Firmenchef nie nur um Profit, sondern auch um das Wohl seiner Zeitgenossen. Verankert in Traditionen, benannte er die sieben Prinzipien seiner Lebensphilosophie – Werte wie Fairness und Teamgeist, Dankbarkeit und Demut. Vielen Landsleuten galt er als Vorbild; als man ihn nach politischen Umbrüchen absetzen wollte, kämpften die Angestellten für seinen Verbleib.

Mit 80 ging er in Rente, schrieb noch Dutzende Bücher, mit 94 starb er, steinalt, steinreich. Heute liegt der Jahresumsatz des von ihm gegründeten Global Players in vielfacher Milliardenhöhe. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 13:

August Macke (1889 bis 1914) besuchte die Akademie und die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf. In Paris lernte er den Impressionismus, den Fauvismus sowie den Kubismus kennen. Franz Marc gewann ihn für den Blauen Reiter und einen Beitrag im "Almanach". 1914 reiste er nach Tunesien. Er fiel am 26. 9. 1914 in der Champagne