Der Komponist Max Reger (1873 bis 1916) reagierte auf eine Rezension einmal so: "Ich sitze im kleinsten Raum des Hauses. Ihre Kritik habe ich vor mir. Bald werde ich sie hinter mir haben."

Derlei Boshaftigkeit war nicht die Sache des 2016 mit 90 Jahren verstorbenen Konzertpianisten und Schachgroßmeisters Mark Taimanow, als er 1971 nach seiner vernichtenden 0 : 6-Niederlage im Kandidatenwettkampf zur WM gegen den US-Amerikaner Bobby Fischer schlimme Anfeindungen erlebte – erstmals war die sowjetische Schachhegemonie sichtbar bedroht. Taimanow war die Leichtigkeit des Seins gegeben, Frauen waren ihm nach eigenem Bekunden noch wichtiger als Musik und Schach. Folgerichtig wurde er mit 78 mit seiner vierten Frau Nadja Vater von Zwillingen: "Wir wollten keine halben Sachen machen."

Gennadi Sosonko, niederländischer Großmeister russischer Herkunft, zitiert treffend in New in Chess das Epigramm in Taimanows Memoiren: "Schach hat wie die Liebe, wie die Musik die Fähigkeit, den Menschen glücklich zu machen" (Siegbert Tarrasch, Das Schachspiel). Gern scherzte Taimanow: "Wenn ich Schach spielte, waren das Ferien von der Musik. Wenn ich Musik machte, waren das Ferien vom Schach. So war mein ganzes Leben eine einzige Ferienzeit."

Mit elf war Taimanow im Film The Beethoven Concerto ein Kinderstar, er gab im Laufe der Jahre über 1.000 Klavierkonzerte weltweit, war sowjetischer Landesmeister und Olympiasieger, später auch zweimal Seniorenweltmeister.

Mit welcher schönen Kombination gewann er 1955 als Weißer am Zug gegen Thorbjorn Gravseth?

Lösung aus Nr. 14:

Welcher schwarze Einschlag richtete Unheil im weißen Lager an?

Nach dem Damenopfer 1...Dxe3+! gab Weiß schon auf, weil 2.Lxe3 Lxe3+ 3.Kh1 Sf2+ 4.Kg1 Sxd1+ 5.Kh1 Sf2+ (oh, Springerschaukel!) 6.Kg1 Sd3+ 7.Kh1 Sxc1 Haus und Hof gekostet hätte