Eine "Irreleitung der deutschen Öffentlichkeit" warf der Linken-Politiker Jan van Aken Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) während der Sonntagstalkshow Anne Will vor. Die beiden Politiker waren über die Frage in Streit geraten, ob der US-Raketenangriff auf die syrische Luftwaffenbasis Schairat am vergangenen Freitag völkerrechtsgemäß gewesen sei. Ursula von der Leyen vertrat die Ansicht, ja. Eine UN-Resolution aus dem Jahr 2013 sehe vor, so die Ministerin, dass "robuste Maßnahmen" nach Kapitel VII der UN-Charta ergriffen werden könnten, falls Assad noch einmal Giftgas einsetze. "Das ist falsch", entgegnete van Aken. Die Resolution enthalte ein solches Mandat nicht; vielmehr müsse sich der UN-Sicherheitsrat zunächst erneut mit der Lage befassen.