Zwei Tage will Marie Semberg auf der Ostsee segeln, also packt sie nur schnell das Nötigste ein. Ihre Segelkleidung, einen Schlafsack, ihr Handy, etwas Geld und die EC-Karte. Den Geldbeutel mit den anderen Karten lässt sie in der Wohnung, ihren Ring auch, ein Familienstück, das ihr besonders am Herzen liegt. Gegen sieben Uhr abends verschließt sie ihre Zimmertür an diesem 31. August 2016, sie verlässt ihre Wohnung, ohne sich noch einmal umzuschauen, ohne Abschied zu nehmen. Warum auch? Sie kann ja nicht ahnen, dass diese Reise der Beginn eines monatelangen Horrortrips ist, der immer nur schlimmer wird, wie sie heute sagt.