An ihm kam plötzlich keiner mehr vorbei – das ist bildhaft wie auch im übertragenen Sinn gemeint. Doch wie geht einer damit um, dass ihn über Nacht fast alle Welt kennt? Was macht es mit einem, wenn man in jeder Fußgängerzone oder beim Gassigehen mit den Hunden erkannt wird und x-mal für ein Fan-Selfie posieren muss? Zumal er sich nirgends verstecken kann, so auffällig, wie er ausschaut. Aber er hat den Hype um seine Person auch ausgekostet: "Ich war im Fernsehen ... und ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte."

So ein cooler Umgang mit schlagartigen Veränderungen und brenzligen Situationen passt zu seinem Image als Fels in der Brandung. Und doch musste er immerhin knapp zwei Jahrzehnte auf den Erfolg hin arbeiten. Als er fünf Jahre alt war, erkannte man sein Talent, begann es gezielt zu fördern. Mit 16 verließ er Elternhaus und Brüder, um sich der Sache voll zu widmen. Schritt für Schritt ging es aufwärts – bis zu jenem Moment, als nach einer Stunde höchster Anspannung aller Druck von ihm und den Kollegen abfiel und sie ihr Glück nur noch genießen wollten. Er habe die ganze Zeit gespürt, "dass wir etwas reißen können", verriet er in einem Interview.

Heute weiß er allerdings auch, wie schnell das Glück sich vom Acker machen kann – obwohl gerade er sich doch wieder so stark gemacht hatte für alle. Abgehakt, er hat bereits neue Ziele im Blick. Und bei alldem nimmt er kein Blatt vor den Bart, wenn es darum geht, die körperlichen und mentalen Überlastungen in seinem Berufsfeld zu benennen. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 15:

Die Schauspielerin Ida Ehre (1900 bis 1989) spielte ab 1930 am Berliner Lessingtheater. Die Nazis erteilten der Jüdin Berufsverbot. Nach der gescheiterten Auswanderung kam sie ins KZ Fuhlsbüttel. Kurz nach Kriegsende eröffnete sie die Hamburger Kammerspiele wieder. Hamburg verlieh ihr 1985 als erster Frau die Ehrenbürgerwürde