Frühjahr 1977, der 184. Verhandlungstag im Strafprozess gegen die Köpfe der ersten RAF-Generation – Andreas Baader, seine Freundin Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. Zwei Jahre zuvor hat der Prozess begonnen. Nun steht der Verdacht im Raum, der Rechtsstaat nehme es mit seinen eigenen Regeln nicht so genau. Ensslin-Verteidiger Otto Schily, 21 Jahre später Bundesinnenminister, beantragt, "die Hauptverhandlung zu unterbrechen und Herrn Bundesinnenminister Maihofer zu vernehmen zur Klärung der Frage, ob Gespräche zwischen den Angeklagten dieses Verfahrens [...] und ihren Verteidigern unzulässigerweise heimlich abgehört" worden seien.