Heutzutage gibt es ja so viele coole Behufe, äh, Berufe, du plödes Autokorrekturprogramm, du plödes. Appex-Perte zum Beispiel müsste man sein. Das hat nichts mit Pattex zu tun, dem legendären Super-Uhu von früher, auch wenn es sich ähnlich liest, doch apro Po, wenn man dieselben Buchstaben nur ein kleines bisschen anders pattextete und nicht Appex-Perte schriebe oder schrübe oder was, plöder Konjunktiv, sondern App-Experte, wird ein Schuh daraus. Ein Experte für Apps, den braucht heutzutage jeder. Der gemeine Afd-Wähler schräbe an dieser Stelle wohl lieber Äpp-Äxpärtä, aber das überlassen wir getrost den Kumpels von der KüKo (= Küstenkoalition), ein Begriff, mit dem uns das vergangene Wochenende beschenkte.

Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht, und dann ist Wahl in Bönebüddel oder Henstedt-Ulstorf – und plötzlich spricht die halbe Welt von irgendwelchen KüKos, als kennte sie nichts Schöneres. Wo es die KüKo seit dem Wochenende doch gar nicht mehr geben tuhut! Der App-Experte könnte uns Schnöddeldorchclaasens wirklich mal den semantichen March blasen, wie Martin Schulz mit seiner süßen "Sch"-Schwäche sagen würde. March, Tich, Fich, Würselen, wir lieben disch. Hat der App-Experte uns Dichtern und Denkers nicht schon vor Jahren für unsere Smartföns einen multilingualen Spellchecker ans Herz gelegt? Damit viele plöde Fehler nicht mehr passieren und kleine spreschteschniche Unebenheiten unauffällig wegrasiert werden können?

Das Prinzip ist simpel: Man quatcht was rein ins Smartföhn, ein schweres Wort wie "Rhythmus" zum Beispiel – und, di wupp, kommt’s vorne richtig raus. Das funktioniert sogar mit hebräichen, grieschischen und niederreinichen Vokabeln, schließlich ist nächsten Sonntag Wahl in NRW. Zugegeben, die ersten Rechtschreibhelferlein waren noch etwas simpel, statt "Hund" bekam man "Mond" und so, aber an der eigenen Aussprache lässt sich feilen. Verstärkt gilt das im Umgang mit der älteren Generation. Haben Sie schon mal einer Person 67 plus im Bus den Platz angeboten, von wegen "Ich stehe sowieso gleich auf", und wurden mit Bierseideln und Handtaschen traktiert, weil die Person "Sie sehen heute so gebrechlich aus" verstand? Chlandradio berichtet regelmäßig von solchen Fällen intergenerazioneller Verrohung, in der CSU wimmelt es davon. Wie gut, dass es jetzt die Horscht-App gibt, mit extragroßen Tasten und ohne Alterslimite. Im Äpp-Schtor kriegt man sie schon für schlappe 6,77 €. Einfach auf Suchfunktion gehen und "Isar-Quien" eingeben.

FINIS