Der große Vergleich

Das Prinzip

Für jedes Fach werden die Hochschulen einer Spitzengruppe (grüner Punkt), einer Mittelgruppe (gelber Punkt) oder einer Schlussgruppe (blauer Punkt) zugeordnet. Der graue Strich bedeutet, dass es für die Bewertung nicht genug Informationen gab. Pro Fach werden bis zu 33 verschiedene Kriterien getestet. Die für das Fach wichtigsten wie "Lehrangebot" oder "Studiensituation insgesamt" sind in den Tabellen abgedruckt. Alle Ergebnisse stehen im Internet unter www.zeit.de/che-ranking. Dort kann man sich sämtliche Resultate auch nach Kriterien filtern lassen, die einem selbst besonders wichtig sind.

Die Methoden

Die Ranking-Ergebnisse beruhen auf den Befragungen von Studenten und Daten aus den Hochschulen. Hintergründe zum Ranking erläutert das CHE in seinem Methoden-Wiki unter bit.ly/zs17methoden, eine ausführliche Erklärung aller Ranking-Kriterien kann man nachlesen unter www.zeit.de/che-kriterien.

So liest man das Ranking

Ein Beispiel: An der Uni Münster sind 830 Studenten für Volkswirtschaftslehre eingeschrieben, damit ist der VWL-Fachbereich zwar größer als an der Uni Hamburg (790 Studenten) aber nur rund halb so groß wie an der LMU in München (1.600 Studenten). In der Kategorie "Abschluss in angemessener Zeit" gehört die Uni Münster zur Spitzengruppe, in den Kategorien "Studiensituation insgesamt" und "Wissenschaftliche Veröffentlichungen" liegt sie in der Mittelgruppe, und in der Kategorie "Lehrangebot" ist sie in der Schlussgruppe angesiedelt.

Hier erfährt man mehr

Viele weitere Rankings und Porträts von 35 beliebten Studienfächern sowie alle wichtigen Informationen zum Entscheiden, Bewerben und für den Studienstart finden Sie im neuen ZEIT Studienführer. Er ist für 8,95 Euro am Kiosk erhältlich oder online unter www.zeit.de/studienfuehrer zu bestellen. Viele Themen rund um Universität und Studentenleben finden sich auch im Magazin ZEIT Campus und im Internet unter www.zeit.de/campus.

Volkswirtschaftslehre

Das Fach erhebt den Anspruch, die großen wirtschaftlichen Zusammenhänge zu erklären. Im Ranking schneiden die Universitäten sehr unterschiedlich ab. Die Universität Mannheim gehört in allen vier hier abgedruckten Kriterien zur Spitzengruppe. Die Uni Göttingen hat es bei drei von vier Kriterien ganz nach oben geschafft, ebenso wie die Uni Bayreuth. Sie ist nur bei den "Wissenschaftlichen Veröffentlichungen" in der Mittelgruppe angesiedelt. In dieser Kategorie gehört jedoch zum Beispiel die Uni Duisburg-Essen zu den Besten. Ob man mit vielen oder wenigen Studenten im Hörsaal sitzt, schwankt stark von Hochschule zu Hochschule. Die Zahl der Studenten im Fachbereich liegt zwischen 70 an der Uni Passau und mehr als 2.000 an der Uni Freiburg.

Illustration: DAQ für die ZEIT

Wirtschaftswissenschaften

Wirtschaftsexperten scheinen auch bei der Studienplanung effizient zu sein. Bei dem Kriterium "Abschluss in angemessener Zeit" schneiden in den Wirtschaftswissenschaften fast alle Hochschulen gut oder sehr gut ab. Im Bereich "Lehrangebot" gibt es dagegen deutliche Unterschiede. Nur ein Drittel der aufgeführten Universitäten erreichen hier die Spitzengruppe. Fast genauso viele befinden sich in der Schlussgruppe. Bei allen vier hier abgedruckten Kriterien gehören die Uni Frankfurt und die private Zeppelin-Universität in Friedrichshafen zu der Gruppe der Besten.

Illustration: DAQ für die ZEIT

Betriebswirtschaftslehre

BWL ist beliebt. An der TU München sind 4.700 Studenten dafür eingeschrieben, an den Unis Augsburg, Bayreuth, Duisburg-Essen, Köln, Münster und Siegen jeweils mehr als 3.000. Das muss jedoch nicht gegen die Qualität sprechen. Die Uni Bayreuth etwa gehört bei "Lehrangebot", "Abschluss in angemessener Zeit" und "Studiensituation insgesamt" zur Spitzengruppe, und auch die TU München schafft es bei drei von vier Kriterien unter die Besten.

Illustration: DAQ für die ZEIT