Die SPD wird wieder dorthin gehen, wo es riecht, auch mal stinkt: 2009 hat Sigmar Gabriel dies in seiner Antrittsrede als SPD-Chef versprochen – und schon acht Jahre später setzt Umweltministerin Barbara Hendricks dies um. Um "unzumutbare Geruchsbelästigung" zu unterbinden, testen von ihr entsandte Riechprofis künftig, ob ihre olfaktorische Wahrnehmung Fauliges oder Jauchiges aufspürt. Da dem Riechprofi selbstständiges Riechen anscheinend gewaltig stinkt, schreibt ihm eine Riechverordnung vor, wie er zu riechen habe: "Der Prüfer nimmt alle 10 Sekunden eine Riechprobe und registriert das Ergebnis, differenziert nach Geruchsqualitäten, auf einem speziellen Datenaufnahmebogen." Interessant ist auch folgende Erkenntnis: "Der Geruchszeitanteil ist der Quotient aus der Anzahl der positiven Riechproben und der Gesamtzahl der Riechproben während des Messzeitintervalls." Da zugleich der Hirnerweichungsanteil der Quotient aus der Anzahl bekloppter Vorschriften und der Gesamtzahl überflüssiger Verordnungen während einer Legislaturperiode ist, wissen wir: Das Hendrickssche Riech-Edikt stinkt so zum Himmel, dass es am besten gleich wieder verduftet.