Es sind noch vier Tage bis Weihnachten, als Jan Urhahn einen gelben Umschlag in seinem Briefkasten findet. "Förmliche Zustellung", steht darauf. Noch im Treppenhaus reißt er den Brief auf. Ein Stempel fällt ihm ins Auge, oben rechts: "Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg". Er liest: "Klage", "vorläufiger Streitwert ca. 9.877,32 Euro", dann: "Hiermit erheben wir Klage mit dem Antrag, den Beklagten zu verurteilen, die von ihm innegehabte Wohnung zu räumen und an die Klägerin herauszugeben." Die Gerichtskosten, liest Urhahn, solle der Beklagte tragen. Also seine WG.