Schulz wäre nicht Schulz, wenn er seine Sprache nicht wiederfinden würde. Als am Sonntagabend die ersten Prognosen zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auf dem Fernsehmonitor auftauchen, steht Schulz neben seinen Parteifreunden im Kölner Rathaus und schweigt. Gerade hat er noch in einem Café gesessen, sich einen doppelten Espresso bestellt und von seinen Geschwistern erzählt, der Doris, der Brigitte, dem Erwin, alle in der SPD. Beiläufig erwähnte er, dass er selbst erst im Jahr 2009 in die Partei eingetreten sei. Oder war es 2008? Ach, unwichtig. "Ein Nesthäkchen bin ich gewesen", sozialdemokratisch gesehen.