Als schüchternes Mädchen aus dem Arbeiterviertel fühlte sie sich wie befreit, wenn sie in der Schule Theater spielte. Als Angestellte in einem Warenhaus trat sie in zwei Werbefilmen auf. Und der heimliche Besuch einer Schauspielschule brachte sie ihrem Traum einen Schritt näher. Dort entdeckte ein bekannter Regisseur die gerade Siebzehnjährige. Er wurde ihr Mentor und unerbittlicher Dompteur, der "alles aus ihr herausholte, was er in ihr vermutete", und ihr zu einem Künstlernamen verhalf. Drei Jahre und drei Filme später schaffte sie den Sprung in eine große Karriere: Sie erhielt einen Vertrag mit einem prominenten Studio in der Hauptstadt der bewegten Bilder. Ihr faszinierendes Spiel, effektvoll umgesetzt in Großaufnahmen mit weichen Kontrasten, wurde bald zu ihrem Markenzeichen.

Nach zehn Jahren war sie auf dem Gipfel ihrer Popularität als zeitlose und geheimnisvolle Schönheit, die ihr Privatleben streng abschottete. In 28 meist erfolgreichen, aber nicht immer niveauvollen Filmen verkörperte sie eine Spionin in bizarren Kostümen, eine Südamerikanerin mit lockerem Lebensstil, eine alternde Ballerina, eine todkranke Kurtisane, eine Gräfin, die sich für das Wohl ihres Landes opfert, eine selbstbewusste Königin und schließlich eine Kommissarin, die man als Parodie auf die unnahbare Diva sehen kann.

Dann galt sie plötzlich als "Kassengift". Nach dem Flop einer Boulevardkomödie gab sie ihre Karriere auf, schlug alle Angebote aus und erschien nur noch bis zur Unkenntlichkeit verkleidet in der Öffentlichkeit. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 20:

Die Schauspielerin, Synchronsprecherin und TV-Komikerin Martina Hill, geboren 1974 in West-Berlin, wurde mit der Comedy-Sendung "Switch reloaded" bekannt und gehört zum Ensemble der "heute-show". Die Sketch-Comedy-Serie "Knallerfrauen" machte sie auch in China populär