Digitale Anzeigetafeln auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof und an vielen anderen deutschen Bahnhöfen, blockiert von ... nordkoreanischen Hackern? Hier das Schwabenland, dort der Gefängnisstaat von Kim Jong Un, diese Welten scheinen so gar nichts miteinander zu tun zu haben. Und doch sammeln Fachleute für Computersicherheit gerade Indizien für eine Nordkorea-Verbindung im Zusammenhang mit jener Software, die seit Freitag vergangener Woche mehr als 200.000 Computer in 150 Ländern lahmgelegt hat. Sie verschlüsselt die Festplatten und macht so die gespeicherten Daten unbrauchbar. Sie tut das, um von den Opfern Geld zu erpressen. Wer zahlt, bekommt seine Daten wieder entschlüsselt, so lautet jedenfalls das Versprechen. Man sollte nur nicht allzu viel darauf geben. Und noch weniger, falls sich der Verdacht erhärten sollte, dass WannaCry gar keine von Habgier getriebene Daten-Entführung war, sondern staatlich gesteuerter Computer-Vandalismus.