Es ist nur ein verblüffend kleiner Schritt von diesem wunderbaren Flow, in den man gerät, wenn man wirklich was wegschaffen muss, bis zur kompletten Panik. Das leichtsinnige Ja ist der Feind. Es sagt sich so einfach, wenn eine Mail mit einem Auftrag eintrudelt und dazu dieses Kompliment: "Wir würden uns sooo freuen, wenn Du das übernehmen könntest!"

Der Selbstständige ist auf Mangel eingestellt, deshalb neigt er zum Horten. Und so wie es evolutionär gesehen mal clever war, möglichst viel Zucker zu sich zu nehmen, war es sicher auch in meiner Selbstständigkeit mal clever, jeden Auftrag anzunehmen. Aber jetzt? Arbeite ich die Wochenenden durch.

Ich schreibe eine Mail. Betreff: Kapitulation. Ich schaff’s einfach nicht, bin zu platt.

Wenige Augenblicke später kommt die Rundmail des Auftraggebers, ich bin in cc: "Daniel muss leider absagen, da er auf Recherche und Recharging ist."