Wenn große Visionen scheitern, werden ihre Urheber meist ziemlich kleinlaut. Nicht so Andreas Haupt. An diesem Abend redet er Klartext auf der Bühne im Berliner Start-up-Haus Hub:raum, in dem es keine freien Sitzplätze mehr gibt. Der Abend steht unter dem Motto "Fintech Fails", es geht um gescheiterte Finanztechnologie-Start-ups, und Haupt erzählt die Geschichte von Yapital. Ein Start-up, bei dem er früher als Produktmanager gearbeitet hat und das nicht weniger versprach, als die Geldbörse durch eine App zu ersetzen. Zwei Jahre nach der Ankündigung war Yapital am Ende. Und der Traum vom "neuen Portemonnaie" war ausgeträumt. Die App sei zu kompliziert gewesen, habe nicht genug Anklang bei den Nutzern gefunden, selbst die eigenen Entwickler hätten keinen Spaß mehr daran gehabt. Und außerdem: "Yapital klingt wie Hundefutter." Also habe man die Reißleine gezogen und den Nutzern mitgeteilt: "Das war ein tolles Experiment, vielen Dank für die Teilnahme, aber wir müssen leider aufhören damit."