Wochenendblues in Chicago, es ist Samstag, neun Uhr, Zeit zum Frühstücken. "Kann ich das Rührei auch mit Erdbeermarmelade haben, anstatt des Ketchups?", fragt Bastian Schweinsteiger. Kriegt er. "Hach, ist das schön!" Ja, das ist es an diesem Morgen in der Luxbar. Drüben im Norden spiegelt sich die Sonne in den gläsernen Hochhausfassaden und lässt die Touristen schwitzen. Hier in "Old Town" sind die Häuser flach, hier ist der Bayer zu Hause. In sechs Stunden wird er mit seiner Mannschaft, Chicago Fire, gegen Atlanta United antreten, mit 33 Grad Hitze wird gerechnet. In der Bundesliga wäre ein Interview am Spieltag verboten. "Hier darf ich selbst entscheiden, was gut für mich ist und was nicht."