Der schmächtige Junge experimentierte mit Geheimtinten und legte sich falsche Namen zu. Nach dem Tod des Vaters heuerte er bei der Marine an. Damit begann eine Doppelkarriere: Er half mit beim Aufbau eines V-Mann-Systems in Südamerika, diente auf Kriegsschiffen, brach aus einem Internierungslager aus und reiste getarnt in sein Heimatland. Zuletzt kommandierte er ein U-Boot.

In der jungen Republik schlug er sich auf die Seite der Feinde der Demokratie, schützte Mörder und Putschisten, blieb aber im Dienst der Marine. Nicht einmal seine Verwicklung in illegale Rüstungsgeschäfte brachte ihn zu Fall. Die neuen Herren fanden in ihm einen überzeugten Gefolgsmann, sie ernannten ihn zum Leiter eines wichtigen Dienstes. Er baute ihn zielstrebig aus und betrieb die Entsendung einer Legion zur Unterstützung von Rebellen. Dann ging er auf Distanz zu den Machthabern, für ihn "von unten bis oben [...] alle Verbrecher". Doch war sein Amt an allen Militäroperationen im neuen Krieg beteiligt. Er müsse bleiben und sich opfern, sonst werde alles noch schlimmer, soll er gesagt haben. Zwar unterstützte er den konservativen Widerstand und Putschpläne, protestierte aber nur ein Mal offen gegen Gräueltaten. Mit einem misslungenen Attentat hatte er nichts zu tun, wurde jedoch als "geistiger Treiber" angeklagt.

Als Teile seines Tagebuchs und sein Geheimarchiv entdeckt waren, wurde er inhaftiert. Dann kam das ganze Tagebuch ans Licht, der Diktator befahl die "sofortige Vernichtung der Verschwörer". Ein Standgericht vollzog den Befehl. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 24:

Julian Nagelsmann, geb. 1987 in Landsberg am Lech, trainiert als jüngster hauptamtlicher Bundesliga-Trainer seit Februar 2016 die TSG 1899 Hoffenheim. Seine Spielerkarriere scheiterte am Verletzungspech. An der Berliner Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst machte er den Bachelor und erwarb die Trainerlizenz