Popstar Justin Bieber hat wieder einmal zu Gott gefunden. Und der hält ihn offenbar von der Arbeit ab. Seine Tournee mit dem Titel "Purpose" (Sinn) hat er mittendrin abgesagt. In den sozialen Netzwerken erklärte Bieber, er müsse sich jetzt Zeit nehmen, um sich um die "Nachhaltigkeit seines Herzens und seiner Seele" zu kümmern. Am Anfang seiner Botschaft steht etwas von Berufung, danach philosophiert der Star darüber, nun endlich der Mann und künftig vielleicht auch Ehemann werden zu wollen, der er sein möchte. In den USA vermutet man jetzt, dass das etwas mit der weltweit agierenden "Hillsong Church" zu tun hat. Bieber ist seit Längerem Mitglied dieser Kirche, die mit Popstar-Predigern und hippen Gottesdiensten für prominente Anhänger sorgt. Er gibt Interviews, in denen er seine Liebe zu Jesus und seinen Zweifel am Urknall postuliert. Zu Gott zu finden sei wie frisch verliebt zu sein, schwärmt er. Sein aktueller Sinnspender, jene Hillsong Church der Pfingstbewegung, will die Menschen zu einem "größeren Leben durch Gott" anleiten. Für jemanden wie Bieber, der mit 98 Millionen Twitter-Followern und 190 Millionen Euro Vermögen bereits jegliche Größe im Popbusiness erreicht hat, ist dieses Versprechen von "noch mehr" vielleicht das Einzige, was ihn noch lockt. Gott wäre der einzige Fan, der ihm noch mehr Größe verschaffen könnte. Seine irdischen Follower bekommen ihr Geld zurück und können sich schon in christlicher Geduld üben, bis der Herr wieder vom Berg heruntersteigt.