Christian Zickelbein ist vor Kurzem 80 Jahre alt geworden. Wohl dem deutschen und Hamburger Schach, das der Jubilar nach wie vor mit seiner Energie beseelt und antreibt! Wo wäre der Hamburger Schachklub von 1830, mit 726 Mitgliedern, 52 (!) Mannschaften und einem blühenden Schachleben, ohne ihn als Paterfamilias?! Wie der HSV "unabsteigbar". Ohne Zickelbein wäre der Klub sicher auch ohne eigenes Vereinshaus, bei dessen Bau 1996 viele Mitglieder zeigten, dass Schachspieler gelegentlich auch zu anderem als tiefgründigen Läuferzügen taugen. Es ist zwar geräumig, platzt aber bereits jetzt beim Gewusel all der Jugendmannschaften aus allen Nähten.

Zur Finanzierung des Vereinshauses ließ sich Zickelbein – stets unauffällig im roten Pullover – viel einfallen, beispielsweise bezahlte Werbeveranstaltungen in Einkaufszentren mit Simultan- und Blindschach, Blitzturnieren und Training mit dem preisgekrönten Lehrprogramm "Fritz & Fertig".

1956 gründete er, noch in der Vorbereitung aufs Abitur, die erste Schulschachgruppe in Deutschland, nahtlos machte der Gymnasialprofessor für Deutsch und Französisch und Vater von drei Kindern dann weiter. Bis heute. Wohlwollend geduldet von der Ehefrau, unterstützt von Tochter Evi. Immer gehörte sein Herz vor allem der Jugendarbeit, wobei er gerne auch diese Studie von Alexei Troitzki (1866 bis 1942) als Aufgabe stellt.

Wie jagt der opferbereite Turm die schwarze Dame kreuz und quer übers Brett, bis sie der Springer schließlich siegreich erobert?

Lösung aus Nr. 32:

Nach 1.Te7! drohte 2.Dg7 matt. Schwarz versuchte noch 1...Tf7, verlor aber nach 2.Txf7 Kxf7 3.De6+ Kf8 4.Sd7+! mit Damengewinn. Auch 1.Tf6 hätte wegen 2.Txg7+! Kxg7 3.Se6+! Kg6 4.Sxd8 Txd8 5.Dxc7 nicht geholfen