Im Tierpark Hagenbeck hat die Tigerdame Marushka vier Kinder zur Welt gebracht. Ihr Partner, Yasha, kommt aus Schweden, er ist jünger als sie. Es handelt sich mutmaßlich um ein modernes, aufgeklärtes Paar. Die Kinder werden, wie es Protokoll und Marketing verlangen, von der Öffentlichkeit getauft. Auf der Facebook-Seite des Tierparks kann man über die Namen abstimmen.

Später wird es eine Zeremonie geben, ein Prominenter kommt und macht Musik. Beim Elefantenbullen Kanja war es der Pianist Joja Wendt, er spielte den Baby Elephant Walk von Henry Mancini, und alle waren zufrieden.

Auch die Tiere?

Yasha: Wir müssen mit den Kindern reden. Ich hätte damals gerne gewusst, was auf mich zukommt. Hinterher sitzt da wieder ein Zweibeiner an einem Kasten, und es kommen diese scheußlichen Geräusche raus. So wie wenn man ein Emu nicht richtig klargemacht hat.

Marushka: Ja, ich weiß. Andrerseits müssen sie es sowieso irgendwann lernen, den Umgang mit diesen komischen Tieren ...

Yasha: ... die das Futter bringen, aber sonst nichts können.

Marushka: Doch, laufen können sie, vor allem wenn sie mit uns allein sind.

Yasha: Genau, dann laufen sie hin und her und schlagen mit den Flügeln. Sind das überhaupt Flügel? Egal. Und sie klingen dann – ja, wie eigentlich?

Marushka: Wie ein Pavian, der einen Dorn im Fuß hat.

Yasha: Wie ein Kakadu, den sich ein Krokodil geschnappt hat.

Marushka: Genau! Zu schön! Hoffentlich erleben die Kleinen das bald.