Schön war die Zeit, als man seine Drohne noch fliegen lassen konnte, wie man wollte. Als Regulierer noch nicht regulierten und man mit dem unbemannten Fluggerät einfach mal frontal vor die Elbphilharmonie donnern oder auf dem Fernsehturm landen konnte, wie in den letzten Monaten geschehen.

Vorbei. Von Oktober an gibt es neue Vorschriften. Jeder Drohnen-Pilot muss nun einen Führerschein machen. In Barmbek gibt es die einzige Schule Hamburgs, in der man das Zertifikat erwerben kann. Kosten: 434 Euro. Wissen, das man in dem Kurs erwirbt: Drohnen dürfen nicht höher als 50 Meter über dem Boden fliegen, jedes Gerät muss mit einem Nummernschild ausgestattet sein, die Drohnen dürfen nur in Sichtweite und nie über Menschenmengen fliegen.

Besonders bitter sind die Vorschriften für einen Teil der Stadtgesellschaft, an die man beim Thema Aufsteigen nicht sofort denkt: die Autoraser. Sie werden auf Hamburgs Straßen drangsaliert wie nie. Die Polizei hat gerade eine eigene Sonderkommission eingesetzt, um sie aufzuhalten. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, konnte man in letzter Zeit aus Autos, die am Jungfernstieg den Motor aufdrehten und geblitzt wurden, den wütenden Aufschrei hören: "Ich geh in die Luft, Alter!" Nach den Neuigkeiten zum überregulierten Drohnenflug verliert diese Option nun jedoch klar an Attraktivität.