Toast zum Frühstück ist einer jener Standards, die unvergänglich sind. Und selbstverständlich können Sie neben unsere Omeletts Toastbrot legen, am besten einmal quer geschnitten in der ansehnlichen Dreiecksform. Die Scheiben allerdings bitte nicht toasten, sondern beidseitig in Butter braten.

Aber, wie immer in unserer Omelettschule, da geht noch mehr. Denn so, wie die Toastscheiben da liegen, rufen sie doch: Beleg mich! Na, dann wollen wir mal. Was wir allerdings nicht tun: das Omelett auf den Toast legen. Suppt durch, und wir mögen keinen Matsch. Es gibt ja andere Varianten.

Die schlichteste ist sehr fein geriebener Emmentaler, locker über das Brot gehäufelt. Passt super zu unserer Eierspeise.

Nächster Schritt: Rindertatar. Fein hacken, Eigelb dazu. Würzen mit gehackten Kapern und Gewürzgurken, Salz und Pfeffer, ein ganz klein wenig Tabasco und Worcestersauce, ein bisschen Senf, schön mischen und aufs geröstete Brot. Wer das nötige Geld hat, macht daraus eine Hanseatenschnitte: mit einer dicken Schicht Kaviar drauf. Großer Genuss, ich erinnere mich, aber praktiziere das nicht mehr. Der echte Stör-Kaviar ist mir zu teuer geworden; und was sonst diesen Namen führt, ist kein guter Ersatz.

Sodann: Sie besorgen sich superfrische Gambas und Jakobsmuscheln und machen daraus ein Tatar, parfümiert mit Limette, etwas Olivenöl, rotem Pfeffer und vielleicht hauchdünnen Streifen gedünsteter Karotte. Passt ebenfalls gut auf den omelettbegleitenden Toast, den Sie aber diesmal in Olivenöl angebraten haben. Trüffelstücke runden die Sache ab, indessen: Siehe Kaviar. In der Morchelzeit nehmen Sie Morcheln. Gut putzen, klein schneiden und in Butter braten.

Und nun: Toast mit Ochsenmark. Kratzen Sie es aus den Knochen (oder lassen Sie das den Metzger erledigen), und versuchen Sie, etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben zurechtzuschneiden. Die werden nun kalt gewässert, gut zwei Stunden; das Wasser bitte immer wieder erneuern. Anschließend in leicht gesalzenem Wasser etwa acht bis zehn Minuten lang pochieren, nicht kochen. Das Wasser darf sich nur kräuseln. Die Scheiben kommen auf unseren Buttertoast. Grobes Salz darauf, Pfeffer, fertig.

Ich finde, in diesem Fall passen ebenfalls in Butter gebratene rote Paprikastreifen auf dem Omelett sehr gut.

Zutaten für die Garnitur: Toastbrot, Butter, Ochsenmark, grobes Salz, rote Paprika

Für das Basis-Omelett (2 Personen): 6 Eier, weißer Pfeffer, Butter, 1 Schalotte, Salz, Tabasco, Worcestersauce, Sonnenblumen- oder Maisöl

Basisrezept: Butter, Pfeffer, Schalottenwürfel anschwitzen; Eier trennen, Eiweiß salzen und schlagen; Öl, Tabasco und Worcestersauce ins Eigelb und schlagen; die Massen mischen; dünne Eimasse-Schicht in der Pfanne leicht stocken lassen, mit Spatel falten; nächste Schicht auf dem ganzen Pfannenboden verteilen (den festen Halbmond dabei mit dem Spatel anheben und Pfanne schräg halten, sodass die flüssige Masse auch darunterfließen kann), wieder falten etc.