Belletristik

1 Salman Rushdie: Golden House Jeder Satz glitzert, jedes Wort ist golden, jede Seite garniert mit Zitaten. Und fett mittendrin Trump. So schimpfen Rushdies Feinde, seine Verteidiger haben viel zu tun. C. Bertelsmann, 25,– €

2 Ingo Schulze: Peter Holtz Diesmal hat Ingo Schulze das Genre des Schelmenromans gewählt, um vom Leben vor und nach 1989, erst im Sozialismus, dann im Kapitalismus, zu erzählen. S. Fischer, 22,– €

3 Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex Die Geschichte eines rasanten sozialen Abstiegs. Auf dem Weg nach unten werden noch einmal alle gesellschaftlichen Schichten Frankreichs durchschritten. Kiepenheuer & Witsch, 22,– €

4 Elena Ferrante: Die Geschichte der getrennten Wege Unsere Zeiten sind so schnelllebig? Dann ist Elena Ferrante der Fels in der Brandung: Ein Band folgt dem anderen. Suhrkamp, 24,– €

5 Robert Menasse: Die Hauptstadt Robert Menasse, der Verteidiger der EU, zeigt, dass die Brüsseler Bürokratie genug Geschichten für einen Roman hervorbringt. Suhrkamp, 24,– €

6 Sasha Marianna Salzmann: Außer sich Ein Roman über Migration. In Bewegung sind hier aber auch die Geschlechter und die Erzählweise: Alles radikal zeitgenössisch. Suhrkamp, 22,– €

7 Sven Regener: Wiener Straße "Schmiererei ist auch Kunst." – "Aber scheiße." Kreuzberg 1980, es geht los, unsere visuelle Ära. Herr Lehmann ist wieder da, komisch wie immer, aber anders. Galiani, 22,– €

8 Colson Whitehead: Underground Railroad Die Flucht in die Freiheit als historische Fantasie: Rassismus und Sklaverei in Amerika, völlig neu und eindrucksvoll erzählt. Hanser, 24,– €

9 Arundhati Roy: Das Ministerium des äußersten Glücks Sie ist wieder da, nach 20 Jahren! Es gab ja so viel zu tun, im unglücklichen Indien. Was? Wird hier schön erzählt. S. Fischer, 24,– €

10 Ulla Hahn: Wir werden erwartet Ulla Hahn, 71 Jahre alt, rechnet ab mit ihrer linken Generation. Man hört schon ein Schnauben. DVA, 28,– €