Hamburg ist keine Wissenschaftsstadt, die Universität mittelmäßig. Dieses Klischee hält sich robust. Dabei ist es grundfalsch. Die Stadt sollte stolz auf ihre Wissenschaft sein!

Mit fünf Forschungsprojekten hat die Universität sich für die Förderung in der Exzellenzinitiative beworben, vier Projekte haben nun die erste Runde gemeistert.

Ein Projekt, das sich mit der Frage beschäftigt, wie man die Erderwärmung stoppen kann.

Eine Initiative, die erforscht, wie Atome sich bewegen, also die Grundprozesse der Natur besser verstehen will.

Ein Projekt, das den Urknall erforschen soll.

Eine Initiative von Natur- und Geisteswissenschaftlern, die historische Schriften aus aller Welt systematisch erfassen wollen.

Nur ein Projekt der Mediziner wurde abgelehnt.

Vier von fünf, das ist eine erstaunliche Quote, deutschlandweit hielten die 39 internationalen Gutachter nicht einmal jedes zweite Projekt für möglicherweise exzellent. Die jetzt ausgewählten Initiativen dürfen bis Februar einen Vollantrag stellen, in einem Jahr fällt die endgültige Entscheidung zur Förderung.

Für die deutschen Hochschulen war die Vorauswahl die wichtigste Entscheidung des Jahres. Nur wer am Ende mindestens zwei Projekte durchbringt, kann sich um den begehrten Titel "Exzellenzuniversität" bewerben. Weil die Eliteförderung im Gegensatz zu früher möglichst langfristig angelegt ist, war außerdem klar: Wer es nun in den Kreis der Auserwählten schafft, dürfte lange dort bleiben.