Nach der Schule ziehen die meisten bei den Eltern aus. Wohin jetzt – WG-Zimmer, Studentenwohnheim oder Container? Wir haben hier ein paar Angebote.

Schlafwagen

In Uni-Städten wie Bonn findet nicht jeder direkt zum Studienbeginn ein Zimmer. Fürs Erste bietet ein Hostel eine Alternative zur eigenen Bude: etwa diese ehemaligen Bahnwaggons mit Zweier- oder Viererzimmern. Zum Semesterstart zahlen Studenten dort nur die Hälfte des üblichen Preises (ab 12,50 Euro pro Nacht). Frühstück und WLAN sind inklusive.

Königlich

Das Münchner Maximilianeum ist ein Studentenwohnheim de luxe. Wer hier wohnt, hat im Schnitt ein 14 Quadratmeter großes Zimmer mit Putzservice. Inklusive Frühstücksbuffet, Mittag- und Abendessen. Der Haken: Es steht nur begabten Abiturienten aus Bayern und der Pfalz offen. Das Auswahlverfahren ist hart, Grundvoraussetzung: ein Abitur mit 1,0.

Ganz schön ... teuer

Investoren haben das Geschäft mit den Studentenwohnungen für sich entdeckt. In vielen Uni-Städten sind exklusive Apartmentanlagen entstanden mit allerlei Schnickschnack von Pay-TV bis Fitnessraum, die Zimmer sind aufwendig möbliert. Das Ganze hat allerdings seinen Preis: Die 20 bis 25 Quadratmeter großen Apartments kosten schnell mal 800 Euro.

Kleiner geht’s nicht

In nicht einmal sieben Quadratmeter großen Wohnboxen können Studenten in München unterkommen. Das Bett ist ausklappbar, es gibt eine Toilette und eine Dusche, auch Schreib- und Esstisch und sogar eine Mini-Küchenzeile sind vorhanden. So ein Wohnwürfel ist ab 150 Euro pro Monat zu haben.

Wohnen für Hilfe

Ein fairer Tausch: Senioren, die Hilfe beim Einkauf, im Haushalt oder im Garten brauchen, bieten in ihrer Wohnung ein Zimmer für Studenten an. In Köln etwa soll ein Mieter pro bezogenem Quadratmeter eine Stunde Hilfe im Monat leisten. Bezahlen muss er lediglich Nebenkosten wie Gas, Wasser und Strom. Das Konzept gibt es inzwischen in über 30 Städten.

Im Container sind Plätze frei

In Lüneburg können Studenten in teils leer stehenden Flüchtlingsheimen eine Bleibe finden. Ein 15 Quadratmeter großes Zimmer in einem Containerdorf kostet 150 Euro. Das ist ungefähr die Hälfte von dem, was ein übliches WG- Zimmer in der Stadt kostet. Die Studenten wohnen Tür an Tür mit den Geflüchteten.

Freibeuter der Miete

Die Bafög-Pauschale für eine Unterkunft beträgt 250 Euro. Das reicht in kaum einer deutschen Uni-Stadt für ein WG-Zimmer. Das kostet durchschnittlich 350 Euro pro Monat. Da möchte man doch gern wie diese jungen Menschen in Hamburg einfach in ein Hausboot ziehen.