Da muss er jetzt durch, es gibt kein Entrinnen, schließlich hat er sich das ganze Drama selbst eingebrockt. Um 17 Uhr wird es losgehen an diesem Donnerstagabend, sie haben dafür extra den Großen Festsaal im Rathaus hergerichtet. Nur für seinen Auftritt, der zeitgleich per Livestream im Internet übertragen wird, auf der Seite der Bürgerschaft. Es ist ein Festtag für die Hamburger Opposition: Endlich können sie ihn grillen. Können ihm im Sonderausschuss, der die Versäumnisse der Gipfelzeit aufarbeiten soll, noch mal seine haarsträubenden Fehleinschätzungen vorhalten. Noch mal in seinen Wunden bohren und Fragen stellen: Wie, um Himmels willen, sind Sie trotz aller Warnungen darauf gekommen, eine Sicherheitsgarantie für die Hamburger auszusprechen? Den Vergleich zum Hafengeburtstag zu ziehen? Zu behaupten, manche würden sich am 9. Juli wundern, dass der Gipfel so schnell vorbeigegangen sei? Waren das nicht Zeichen von furchtbarer Selbstüberschätzung?