Wenig überraschend siegte bei der Deutschen Meisterschaft in Apolda der deutsche Spitzenspieler Liviu-Dieter Nisipeanu (41). Viel auffallender war hingegen, dass hinter "Papa" die folgenden vier Plätze mit Rasmus Svane (20), Alexander Donchenko (19), Vincent Keymer (12) und Dmitrij Kollars (18) allesamt von jungen Spielern, im Falle von Vincent sogar einem Kind, belegt wurden. Und wohl noch bemerkenswerter: Neben Svane und Kollars kommen auch Niclas Huschenbeth (27) als Achter und Luis Engel (15) als Zehnter vom Hamburger Schachklub von 1830, dem mit 726 Mitgliedern größten Schachclub Deutschlands. Voll blühenden Lebens mit 52 (!) Mannschaften, darunter natürlich viele Jugendteams.

Rasmus Svane stammt aus einer Lübecker Musiker- und Schachfamilie dänischen Ursprungs. Offenbar eine gute Kombination, auch die Eltern von Vincent Keymer sind Berufsmusiker. Rasmus allerdings will unbedingt Profi-Schachspieler werden – "mein Traumberuf". Und wenn’s nicht klappt? "Studieren kann ich immer noch", meint Rasmus, der gleichzeitig mit dem Abitur 2016 den Großmeistertitel erhielt.

"In der Schule hatte ich kein Problem damit, dass mir die Lehrer mit dem Vorurteil begegneten, dass Schachspieler außerordentlich klug seien", sagte er lächelnd der Zeitschrift Schach.

Und nun bestätigen bitte auch Sie dieses Vorurteil, indem Sie den sofortigen Gewinnzug von Rasmus als Schwarzem gegen seinen Vereinskameraden Luis Engel entdecken!

Lösung aus Nr. 45:

Nach welchem unauffälligen weißen Zug war Schwarz verloren?

Nach 1.Te5! gab Schwarz schon auf, weil er bei 1...Te8 2.Tg5 die Dame, bei 1...Kf8 2.Txe6 den Läufer und bei 1...Dh7 2.Dg5+ den Turm verliert