Es ist eine Quälerei, aus dem Bett zu kommen. Überhaupt fehlt jeglicher Elan. Die Couch: ein starker Magnet. Zudecken, verkriechen, schlafen – ein Leben im Stand-by-Modus. Ist das noch normal? Oder sind das Vorboten eines ernsten Leidens? Die kalten, dunklen Monate sind die Zeit der düsteren Gedanken. Doch meist gibt es harmlose Gründe dafür, dass wir uns schlapp fühlen. Vor allem gibt es Gegenmaßnahmen.

1. Lassen Sie sich beleuchten.

Was uns im Winter zusetzt, ist die Dunkelheit. Licht ist ein mächtiger Zeitgeber, der unseren Schlaf-wach-Rhythmus und unseren Hormonhaushalt beeinflusst. Zugleich schüttet der Körper durch die langen Winternächte mehr Melatonin aus, ein Hormon, das müde macht und die innere Uhr auf Schlaf umstellt. Fällt Licht ins Auge, wird das Netzhaut-Pigment Melanopsin aktiviert, was die Produktion von Melatonin hemmt. Bei Dunkelheit bleibt das Pigment inaktiv. Deshalb ist der Melatonin-Spiegel in den kurzen, dunklen Wintertagen erhöht.

Fehlendes Licht kann zu Erschöpfung und schlechter Stimmung führen, manchmal sogar zu einer saisonal abhängigen Schwermut. Sie tritt im Herbst oder Winter auf, zeigt sich in Symptomen ähnlich denen einer klinischen Depression, sowie vermehrtem Schlafbedürfnis und Heißhunger. Spezielle Tageslichtlampen (10.000 Lux) können da helfen. Sie vertreiben den Blues und regen die Konzentration an. Wer nicht an sehr schweren Symptomen leidet, braucht die Lampen aber nicht unbedingt. Selbst an bedeckten Tagen entspricht der Lichteinfall draußen der Helligkeit einer Therapielampe. Und heller als in Innenräumen (lediglich 500 bis 700 Lux) ist es draußen allemal. Wer drinnen rumhängt, tappt – biologisch gesehen – im Dunkeln.

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Was kann Schokolade?

Was kann Schokolade?

Sie wird für vieles verantwortlich gemacht: Armut und Diabetes, aber auch Gesundheit und Glück. Was ist dran an der Schoki?

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Quizfrage

Wissen Sie, woher Schokolade kommt?

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Leider falsch. Die Schokolade verdanken wir der Kakaobohne und die wächst nicht an Kakaopalmen, sondern Kakaobäumen. Die stammen ursprünglich aus Mexiko. Dort haben alte amerikanische Hochkulturen sie kultiviert.

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© Alfredo Estrella/AFP/Getty Images
Schon Azteken und Maya naschten

Schon Azteken und Maya naschten

Die antiken Völker Mittelamerikas kannten Schokolade schon lange, allerdings in Form von Kakao. Die Azteken mochten ihn kalt, die Maya warm.

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Die Götterspeise

Den Azteken war der Trunk heilig. Die Götter selbst sollen ihn einst den Menschen geschenkt haben. Daran erinnert noch heute der botanische Name des Kakaobaumes: Theobroma. Das ist griechisch und bedeutet "Götterspeise".

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Richtig. Dunkle Schokolade enthält mehr Kilokalorien als weiße. Woran das liegt: Die Kakaomasse, die in der dunklen Schokolade höher ist, sorgt für einen höheren Fettanteil.

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2. Geben Sie Ihrem Körper Auslauf.

Lassen Sie sich nicht erzählen, die Müdigkeit sei ein Überbleibsel vom Winterschlaf unserer Vorfahren. Völliger Quatsch. Einen grundsätzlich anderen Stoffwechsel hat der Mensch im Winter gar nicht. Es kommt drauf an, was wir draus machen: Bei Stubenhockern fährt der Körper den Energieverbrauch runter. Die Muskeln bauen ab, der Kreislauf wird träge. Sich einzuigeln ist also eine schlechte Idee. Oft hilft schon ein halbstündiger Spaziergang, die Lebensgeister zu wecken. Körperliche Aktivität stärkt die Muskeln. Auch Wechselduschen oder regelmäßige Saunagänge bringen den Kreislauf in Schwung und sind wie ein kleines Training für die Gefäße.

3. Essen Sie Fisch und Schokolade.

Noch so eine Winterfrage: Macht mich ein Vitamin-D-Mangel antriebslos? Vitamin D ist die Vorstufe eines Hormons, unser Körper bildet es hauptsächlich über die Haut. Dafür braucht er UVB-Strahlung, und davon kommt im Winter zu wenig auf der Erde an. Noch dazu mummeln wir uns dick ein. Eine Unterversorgung mit dem Sonnenhormon wird zwar auch mit Abgeschlagenheit in Verbindung gebracht. Dass sie die Ursache ist und Vitamin-D-Tabletten fit und leistungsfähig machen, ist aber nicht bewiesen.

Fachleute raten nur Risikogruppen dazu, Supplemente einzunehmen – Senioren etwa, die kaum noch ins Freie kommen, tun so etwas für ihre Knochen. Für alle anderen gilt: Wer im Sommer ausreichend in der Sonne war, hat ein Depot angelegt. Leichte Defizite lassen sich auch über die Nahrung ausgleichen: Vitamin D steckt etwa in Lachs, Hering, Makrele, ein bisschen auch in Pilzen, Eiern und Milchprodukten. Und wer einen schnellen Energieschub braucht, kann zu Schokolade greifen. Kakao enthält Koffein und das wie Koffein wirkende Theobromin. Je dunkler die Schokolade, desto mehr ist drin.