Diese Arie ist der helle Wahnsinn. Ich gehe, singt der junge Mann, ich tue, was du willst, Liebste, "tu ben mio" , aber lass uns Frieden schließen, sei mir wieder gut. Eingangsakkorde wie Marmorsäulen eröffnen das Geschehen, und die Risse im Marmor komponiert Mozart gleich mit. Den Zweifel, der dem Jungen am Herzen nagt. Die alles flutende Zärtlichkeit seiner Jugend. Den Schauder vor der Tat. Denn was die schöne, böse Vitellia von ihm verlangt, als Liebespfand und Treuebeweis, ist nichts weniger, als dass er Titus, den römischen Kaiser, ermorde. Titus, seinen Freund. Titus, der Vitellia als Kaiserin verschmäht und dafür bluten soll. Oper kann grausam sein.