Mit Schach sind im Allgemeinen keine Reichtümer zu ernten, doch dessen Spitzenspieler, die sich allesamt mit lukrativen Werbeverträgen ein erkleckliches Zubrot verdienen und aus der Millionärsloge auf ihr Schachvolk blicken, können sich nicht beklagen. Das hat natürlich auch Sergei Karjakin (27) erkannt.

Auf der Krim geboren, war Sergei mit 12 Jahren der jüngste Großmeister aller Zeiten und wollte mit 16 den WM-Titel erobern. Doch in der Ukraine mangelte es ihm an Unterstützung, sodass er mit 19 nach Russland ging. Wohl gehört er dort zur absoluten "Schach-Nomenklatura", weltweit bekannt wurde er aber erst durch sein äußerst knapp im Stichkampf verlorenes WM-Match Ende 2016 in New York gegen den Norweger Magnus Carlsen. Seinen verschiedenen Werbeverträgen, nicht zuletzt mit seinem Hauptsponsor VSMPO-Avisma, dem größten Titan-Produzenten der Welt, tat dies gut. Inzwischen wirbt er sogar – wie der Fußballer Cristiano Ronaldo – für die Bank "Entdeckung". Angeblich gibt es überall etwas zu entdecken – im Fußball wohl das Tor. Es dürfte auch nicht schaden, dass der ansonsten sehr sympathische Karjakin ein glühender Anhänger Putins ist.

Und natürlich war es höchst befriedigend, dass er im Anschluss an New York bei der Blitzschach-WM in Katar vor Carlsen siegte. "Not this time, Mr. Carlsen!", frohlockte er zu dessen sichtbarem Missvergnügen.

Wie gewann er als Schwarzer am Zug gegen diesen "blitzschnell"?

Lösung aus Nr. 48:

Wie setzt Weiß einfallsreich in zwei Zügen matt?

Nach 1.f4! droht 2.Dg5 matt – der Springer h3 ist gefesselt. Als Abwehr bleibt nur das Schlagen "en passant" 1...gxf3. Doch nun ist plötzlich wie von Zauberhand die 4. Reihe frei für 2.Th4 matt