Mit Superlativen soll man ja sparsam umgehen, aber bei ihr gilt die Ausnahme. Sie sei eine der Besten, ja, vielleicht die Beste, heißt es und: "Aus jedem Song macht sie eine schimmernde Perle." Dass sie dieses Niveau konstant hält, hat sie mit rund zwanzig Alben längst unter Beweis gestellt. Dabei hegte sie als junge Frau noch ganz andere Berufspläne. Sie will in die Medien, studiert Kommunikationswissenschaft, macht ihren Abschluss. Eher nebenbei tritt sie in kleinen Clubs auf, spielt Gitarre und Klavier, nutzt zunehmend ihre warme Altstimme als Instrument. Das Publikum ist fasziniert von ihrer Art zu singen, ihrer Ausstrahlung – sinnlich, virtuos, souverän. Doch erst das neunte Album bringt endlich den Durchbruch, macht sie auch international zum Star. "Jazz", sagt sie, "ist mehr als nur ein Genre, Jazz ist eine Art zu leben." Und nach wie vor liegt ihr daran, dessen Grenzen auszuloten oder, in ihren Worten, neugierig zu bleiben auf das, was hinter der nächsten Kurve kommt. Blues und Rock, Pop und Weltmusik, in jeder Stilrichtung fühlt sich die zweifache Grammy-Gewinnerin zu Hause. Vor zwei Jahren legte sie eine Hommage an jene früh verstorbene Sängerin vor, die ihr großes Vorbild ist. Auch einem anderen Maestro hat sie ihre Verehrung erwiesen, indem sie zu seinen Instrumental-Titeln Texte schrieb und sang. Denn "eines der größten Geschenke, die wir als Menschen bekommen, ist die Gelegenheit, in den Schuhen eines anderen zu gehen und die Welt durch seine Augen zu sehen". Wer ist’s?

Lösung Nr. 49:

Der Wegbereiter des Absolutismus in Frankreich, Armand-Jean du Plessis, Herzog von Richelieu (1585 bis 1642), wurde 1607 zum Bischof gewählt. 1616 ernannte ihn Maria von Medici zum Staatssekretär. 1622 zum Kardinal erhoben, wurde er 1624 erster Minister, entmachtete Adel und Hugenotten. Ab 1635 führte er erfolglos Krieg gegen Spanien