Auch beim Schach wollen die Chinesen die Vorherrschaft in der Welt übernehmen. Bei den Frauen ist es ihnen bereits gelungen, bei den Männern fehlt noch einiges, mögen sie auch die Schacholympiade in Norwegen 2014 schon gewonnen haben. Auffallend bei alldem ist die Diskrepanz zwischen der teilweise arroganten Attitüde der Funktionäre und der weitgehenden Freundlichkeit der Spieler und Spielerinnen selbst.

Beim Weltcup in Tbilissi im September gingen 128 Teilnehmer aus der ganzen Welt an den Start, um sich in diesem kräftezehrenden K.-o.-Marathon die begehrten zwei Plätze für das Kandidatenturnier zu sichern, wobei das Ausscheiden mit guten Prämien versüßt wurde. Neben einigen Chinesen, von denen es Ding Liren sogar ins allerdings verlorene Finale gegen den Armenier Levon Aronjan schaffte, trat auch der norwegische Weltmeister Magnus Carlsen an. Wollte er sich vielleicht für den WM-Kampf gegen sich selbst qualifizieren? Nein, Carlsen liebt die Herausforderung – und das Gefühl, den anderen überlegen zu sein. Durch die beiden ersten K.-o.-Runden mit jeweils zwei Partien marschierte er denn auch ohne jeden Kratzer durch, bis er in der dritten auf den Chinesen Bu Xiangzhi traf und ausschied. Dieser sprang ihn mit einem gewagten Läuferopfer an, Carlsen verlor atypisch kurzzeitig die Übersicht, schließlich diese Stellung.

Bu Xiangzhi als Schwarzer steht ohnehin prächtig, doch mit welch hübschem Zug gewann er sofort?

Lösung aus Nr. 49:

Wie eroberte Schwarz am Zug den weißen Turm?

Nach 1...Da7+! gab Weiß schon auf,  weil er nach dem erzwungenen 2.Kb1 entweder durch 2...Db8+ oder 2...Dg1+ seinen Turm verlöre