Regie führen

Scratch ist die Programmier-Lernumgebung schlechthin. Forscher am MIT haben sie für Acht- bis 16-Jährige entwickelt. Mit der Kinderversion Scratch Jr. werden schon Fünfjährige zu Codern – ohne dass es so aussieht. Denn in der Tablet-App werden Comicfiguren gesteuert, indem man bunte Puzzlesteine kombiniert, Symbole ersetzen hier Befehle. Aus einzelnen Schritten entstehen animierte Szenen. Jeder Programmierer ist zugleich ein Regisseur.

Scratch JR. für Tablets mit iOS und Android, kostenlos

Basics lernen

Coden für Kinder, das verspricht eine ganze Flut neuer Bücher. Viele verweisen auf Programmierumgebungen im Netz, die man für die Lektionen braucht. Das ist unnötig umständlich. Einfacher macht es (den Eltern) dieses Buch: Die Autoren erläutern kindgerecht die grundlegenden Elemente eines Computerprogramms wie Algorithmus, Variable, Bedingung und Schleife. Die zugehörige App bietet für jedes Kapitel ein Quiz oder eine Tüftelaufgabe.

Knodel/Radermacher: Einfach Programmieren für Kinder; Carlsen; 64 S., 15 €;

Digi-Muse

In hundert Grundschulklassen im Land ist die sechseckige Platine schon im Einsatz: Calliope – in der Antike hieß so die Muse der Wissenschaft. Bei Drittklässlern soll sie die Begeisterung für Informatik wachküssen. Programmiert wird der Minicomputer per Laptop oder PC, der Code wird – ganz klassisch – per Kabel übertragen. Jetzt gibt es eine App für Smartphones und Tablets, mit der sich Calliope drahtlos befüllen lässt. Reizt vielleicht sogar die Eltern.

Calliope App gratis für iOS und Android; Calliope-mini-Set 35 €

Von Jungs

Als der Stimmbruch die Chorknabenkarriere von Emil und Jacob beendete, investierten sie die neu gewonnene Zeit in Computergefrickel. Was sie sich angeeignet haben, teilen die heute 16- und 18-Jährigen, von Teenie zu Teenie, in diesem Buch: wie man eine Website erstellt, die Eltern mit dem Smartphone ortet und seine Spuren im Internet verwischt. Schritt für Schritt, mit "Zutatenlisten", kleinen Skizzen und QR-Codes. Kleines Buch, großer Spaß.

Leffers/Woermann: Secret Book for Digital Boys; Carlsen 2017; 192 S., 9,99 €;     

Für Mädchen

Seitdem die Do-it-yourself-Welle übers Land rollte, wird allerorten gehäkelt, gebacken und die Heißklebepistole geschwungen. Dass DIY auch digital funktioniert, zeigt dieses Buch. Es geht wie bei den Jungs (oben) um ganz konkrete Anwendungen (E-Mail verschlüsseln, Fotocollage erstellen), aber auch um die Grundideen des Internets (Ideen teilen, sich vernetzen). "Hacken heißt besser machen", schreiben die Autorinnen. Dann macht mal, Mädels!

Köver/Burger/Eismann: Hack’s selbst! Beltz & Gelberg 2015; 144 S., 16,95 €;