Andrew Jackson, der siebte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, machte durch vier Heldentaten von sich reden: Erstens pflanzte er eine Magnolie ikonischen Rangs vors Weiße Haus. Zweitens gründete er die fuckin Demokraten . Drittens rüttelte er an der US-Notenbank. Und viertens rottete er die Indianer aus, vor allem die Cherokee, die schon Karl May nicht leiden konnte. Früher ließ sich eben noch etwas bewegen. Doch hübsch der Reihe nach. Leider wird die sogenannte Jackson-Magnolie von unseren amerikanisch-botanischen Freunden recht uneinheitlich mal als Immergrüne Magnolie, mal als Gurken-, Sumpf- oder Sushi-Magnolie eingestuft – von Irrläufern weiter hinten im Alphabet wie der Bad Segeberger Winnetou- oder der mongolischen Wodka-Magnolie ganz zu schweigen. Welche Spezies genau nun also derartige "altersbedingte Schwäche- und Verschleißerscheinungen" zeigt, dass Melania Trump sich genötigt fühlt, sie in maßgeblichen Teilen zu fällen, bleibt uns verschlossen. Die Angst der First Lady: Das morsche Gewächs könne weitere Opfer fordern. Stimmt! Kommt uns die Medienlandschaft überm Teich nicht seltsam ausgedünnt vor, und fragen wir uns etwa nicht, wo hochrangige Ex-Mitglieder der US-Regierung wie Sean Spicer, Anthony Scaramucci oder Reince Priebus abgeblieben sind? Tun wir täglich. Melania, ganz liebende Gattin, bringt die Wahrheit nun ans Licht: Spicer und andere Bengels hatten sich zu nah an die Ikone der amerikanischen Demokratie gewagt – und wurden von dieser erschlagen. Da kennt der Volkeswille nix. Donald Trump ist in diesem Zusammenhang höchstens vorzuwerfen, dass er die sterblichen Überreste wenig fachgerecht ins Magnolienunterholz stopfte, wo sie jetzt, da gefällt wird, wieder aufzutauchen drohen. Manchmal denkt er einfach nicht weit genug, der Donald, the greatest Knuddel ever . Auch Melania hatte, was den blöden Baum betrifft, ihre liebe Not. Zunächst habe sie es mit ihrem süßen slowenischen Akzent versucht, berichtet Fox: "challo Magnolia, ichcheiße ähnlisch wie du." Ohne Erfolg. Sodann stellte sie ein supersüßes Christmas-Selfie ins Netz, mit Bommelmützchen und Schmollschnäutzchen. Baumseits: keine Reaktion. Schließlich griff sie, hilft ja nix, zu zwei supersexy Kettensägen – schnipp schnapp, waren die schlimmsten Äste ab. Und wer es vor dem Weißen Haus 2018 etwas kahl findet, dem sei versichert, dass es selten wirklich angenehm ist, nackten Tatsachen ins Auge zu blicken. Doch immer verdienstvoll.

FINIS