Wenn es so einfach wäre, die Nudel ins 21. Jahrhundert zu retten, dann hätte Paolo Barilla einen leichten Job. Doch ganz so trivial ist das nicht. Die Zukunft der Nudel ist ungewiss. Sie hat Konkurrenz, steht unter Druck, muss ihren Ruf als globalisiertes Produkt mit italienischen Wurzeln verteidigen – überall in der Welt: In der asiatischen Küche dominieren nach wie vor Reisgerichte, da ist nicht viel zu holen. In Nordamerika und Westeuropa machen Ernährungstrends wie low-carb und gluten-free der Teigware zu schaffen. Selbst in der italienischen Heimat gehen die Verkäufe seit einigen Jahren leicht zurück. Will Paolo Barilla die Nudel also zukunftsfähig machen, muss er sie ins Informationszeitalter führen, ohne dabei jene Tradition zu verraten, die sie zum Inbegriff italienischer Lebensart machte.