Ein Gedenkturnier für einen 20-Jährigen ist etwas Außerordentliches. Doch just ein solches richtete vor Kurzem Daniil Dubov für seinen tragisch verunglückten Freund Juri Jelissejew (1996 bis 2016) aus. Laut der Website de.chessbase.com stürzte Juri beim Klettern vom Fenster auf den Balkon im zwölften Stock, was der leidenschaftliche Parkourläufer schon oft gemacht hatte, ab. Sechs Freunde – junge, vielversprechende Großmeister wie er – spielten nun zu seinem Gedenken nicht nur ein Turnier, welches Wladimir Fedossejew vor Dubov gewann, sondern erinnerten sich auch an ihn. An den U16-Weltmeister, der bereits mit 17 Großmeister wurde und vor seinem Tod noch das renommierte Moskau Open gewonnen hatte.

Weit über sein Schachtalent hinaus war Juri offenbar vielseitig begabt. Er liebte nicht nur die russische Sprache, sondern schrieb auch Gedichte und sang. Mit seinem außergewöhnlich guten Gedächtnis rezitierte er einmal bei einer Zugfahrt den halben Eugen Onegin auswendig – sicher auch die bewegende Schachszene zwischen Lenski und Olga. Doch wie mit anderen hochbegabten Menschen konnte es mit ihm auch anstrengend werden: Ununterbrochen wollte er spielen, denken, reden. Es war für ihn unerträglich, untätig zu sein, erinnert sich Dubov.

Beim Aeroflot Open in seinem Todesjahr drohte der griechische Großmeister Vasilios Kotronias als Weißer mit 1.Da8+ Kb6 2.Dc6+ nebst 3.Dxc5+ zu gewinnen, doch wie konnte Juri stattdessen Damengewinn erzwingen?

Lösung aus Nr. 1:

Wie kann der Bauer d5 trotz bester, aber auch erzwungener Gegenwehr von Schwarz im 5. Zug auf e7 matt setzen?

Also bitte keine simplen einzügigen Matts wie 1.e7 oder 1.Sxc6! So geht’s: 1.Sf7+ Txf7 2.e7+ Txe7 3.Se6+ Txe6 4.dxe6 nebst 5.e7 matt