Mit zwölf Jahren machte sich der schmächtige Junge auf den Weg in eine nahe Universitätsstadt, um dort Philosophie und Alte Sprachen zu studieren. Da ihm wegen seiner Jugend ein Abschluss verwehrt wurde, wechselte er die Hochschule. Sein berühmter Großonkel hatte dabei die Hand im Spiel. Ihm verdankte er den Namen, unter dem man ihn kennt, und nach seinem glanzvollen Examen die Empfehlung an eine ferne Universität. Dort wurde er mit Spannung erwartet, hatte er doch schon mit einem Lehrwerk für Aufsehen und Auflagen gesorgt. Der hagere junge Mann, der leicht stotterte und beim Reden heftig gestikulierte, forderte eine radikale Reform des Unterrichts. Erfolgreich krempelte er seine Universität um, engagierte sich bei der Neugestaltung städtischer Oberschulen und konzipierte Lehrmaterialien. An der Seite seines berserkerhaften Freundes wurde er tief in einen Glaubensstreit hineingezogen. Uneins mit seinem oft dogmatischen Gefährten, betonte er die Rolle des freien Willens, er drang auf Brücken zu einer liberalen philosophischen Schule und versuchte zu vermitteln. Doch die Zeit der Diplomatie war vorbei, nun klirrten die Waffen. Als sein Weggefährte, mit dem er 26 Jahre lang eng verbunden war, plötzlich starb, stand er allein. Noch immer versuchte er, Ausgleich zu schaffen, aber er galt als nachgiebig und doppelzüngiger Verhandlungspartner. Müde zog er sich aus allen Streitereien zurück. Kurz vor seinem Tod fragte ihn sein Schwiegersohn, ob er noch einen Wunsch habe. "Nur den Himmel", antwortete er. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 2:

Yann Pierre Tiersen, geb. 1970 in Brest, ist Komponist und Multi-Instrumentalist. 2001 machte ihn der Soundtrack zu Die fabelhafte Welt der Amélie bekannt, im Anschluss komponierte er die Filmmusik zu Good Bye, Lenin!. Er lebt auf der Atlantikinsel Ouessant. Hier drehte Philippe Lioret 2004 Die Frau des Leuchtturmwärters