Heute und in den kommenden Wochen ist die Scrabble-Kolumne den Ambitionierteren unter Ihnen gewidmet. Alle Spielsituationen sind Partien entnommen, die ich in der jüngeren Vergangenheit via Internet austrug. Nur gelegentlich erfordern die Aufgaben Kenntnis selten gebrauchter Vokabeln, zumeist ist allein ein gutes Auge ausschlaggebend. Eine wesentliche Voraussetzung beim Scrabbeln – daran führt nun mal kein Weg vorbei – besteht in der Fähigkeit, aus den zur Verfügung stehenden Buchstaben Anagramme zu bilden. Im vorliegenden Falle etwa springen die Formen MEHRTEN und RAHMTEN ins Auge. Problem: Beide Wörter lassen sich nicht anlegen. Wer jedoch alle sieben Steine auf einen Schlag ablegen will, muss ergo nach achtbuchstabigen Begriffen Ausschau halten. Dafür kommen hier nur Ö, D, B und U infrage. Von Letzterem abgesehen, erlauben all diese Buchstaben Züge, bei denen das Bänkchen leer geräumt wird. Vier Lösungen sind möglich, nur eine davon ist als exotisch zu bezeichnen.

Lösung aus Nr. 2:

Auf 4C–4J ließ sich KLARSÄHE platzieren, eine vom Verb "klarsehen" abgeleitete Konjunktivform. Der Zug brachte 82 Punkte. Weniger wertreiche Möglichkeiten, alle 7 Buchstabensteine auf einmal zu legen, waren REHKALBS (1B–1I) oder ESKALIER (G8–G15 resp. J8–J15)