In Mark Twains Roman Die Abenteuer des Tom Sawyer muss der Held den Zaun seiner Tante streichen. Das ist keine schöne Aufgabe, die noch unschöner dadurch wird, dass seine Freunde bald vorbeikommen werden, um sich über sein Unglück lustig zu machen. Als die Freunde dann tatsächlich kommen, tut Tom so, als streiche er den Zaun mit dem allergrößten Vergnügen. Er ruft ihnen zu: "Das nennt ihr Arbeit? Es ist eine Gelegenheit!"

Der Trick funktioniert. Am Ende bezahlen die Freunde nicht nur dafür, dass sie auch einmal streichen dürfen, sondern genießen es auch noch. Alle haben gewonnen. Und Tom hat ein ökonomisches Prinzip entdeckt: Damit eine Sache begehrt wird, muss man sie wünschenswert erscheinen lassen und schwer erreichbar machen.

Sich mit der Ökonomie, mit ihren Fakten, Konzepten und Zusammenhängen auszukennen bringt die Menschen oft weiter im Leben. Forscher haben schon gezeigt, dass gerade junge Leute, die wirtschaftlich gebildet sind, eher an die Altersvorsorge denken und sich auch eher selbstständig machen.

Wirtschaftsstudie - Wie war das noch mal mit dem Zinseszins? Eine Telefonumfrage der Universität Bonn und der ZEIT hat ergeben, dass die Deutschen nur wenig über Wirtschaft wissen. Wir haben in Berlin den Test gemacht.

Doch obwohl die meisten Erwachsenen in Deutschland glauben, dass es wichtig sei, sich mit der Welt der Geldanlage auszukennen, zeigen sich viele von ihnen im Alltag nicht sonderlich interessiert.

Lange galt es sogar als schick, nichts von Wirtschaft zu verstehen

Rund 90 Prozent der Deutschen kennen die Reality-Show-Blondine Daniela Katzenberger oder den Fußballer Mario Götze, aber nur die Hälfte weiß, wer Mario Draghi (EZB-Präsident) oder Warren Buffett (Investorenlegende) ist. So sagen es die Zahlen der Meinungsforschungsfirma GfK, erhoben im Auftrag eines Private-Equity-Fonds. Entsprechend glauben auch nur drei von zehn Bundesbürgern, dass sie über die Kenntnisse verfügen, um eine Aktie oder einen Fonds zu kaufen. Dass die Deutschen innerhalb Europas besonders wenig über Finanzen wissen, ergab auch schon eine Umfrage der Großbank ING Diba vor fünf Jahren.

Viele Deutsche fremdeln nicht nur mit der Finanzwelt, sondern mit der Ökonomie insgesamt. In weiten Kreisen galt es lange als schick, nichts davon zu verstehen. Wirtschaft war – und ist für viele immer noch – die üble Welt des Kapitalismus, voll von Fachausdrücken, ominösen Kurven und einer gewissen Menschenverachtung. Man kann dieses Verständnis getrost als Erbe der 68er verstehen, die das Thema vor allem ideologisch nahmen.

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Nicht dass die Ökonomen daran unschuldig wären. Wer die Menschen in einer Volkswirtschaft als "Humankapital" beschreibt, als sei es das Normalste auf der Welt, der schafft erst einmal Abneigung. Lange haben die Mainstream-Forscher auch auf der Ansicht beharrt, dass es in der Wirtschaftswelt vollkommen rational zugehe und Finanzmärkte im Schnitt stets richtig lägen – bis zum nächsten Crash.

Daraus sind Vorurteile gegen die Ökonomie erwachsen. Die Ökonomie fragt heute sehr bewusst, wann Märkte scheitern und wie Menschen in der Wirtschaft tatsächlich handeln. Dabei stellt sich heraus: Wir entscheiden keineswegs immer bewusst oder gar optimal, sondern lassen uns von Intuition und Emotion leiten und begehen Fehler. All das macht Wirtschaftswissen heute nur umso interessanter und hilfreicher. Bloß ist es in Deutschland gar nicht so leicht, an dieses Wissen heranzukommen.