Ľubomír Ftáčnik (60) erlernte Schach erst mit 13 Jahren und wurde trotzdem mit 19 schon Junioren-Europameister. Sagte nicht Karpow, dass man es bis 10 lernen muss, um Großes zu erreichen?! Ľubomír spielte überall auf der Welt, gewann 1980 das Capablanca Memorial auf Kuba ebenso wie 1999 in Los Angeles. In den Achtzigern wurde er viermal tschechoslowakischer Meister und trug 1982 bei der Schacholympiade in Luzern wesentlich zur Silbermedaille seines Landes hinter der Sowjetunion bei.

Doch zu Deutschland und insbesondere zu Hamburg hat Ľubomír ein besonderes Verhältnis. Nicht nur spielt der Mathematiker und Großmeister seit 25 Jahren für den Hamburger Schachklub in der Bundesliga – übrigens ebenso unabsteigbar wie die Fußballer vom HSV –, sondern betreut dort auch seit 30 Jahren die Schachdatenbanken des weltweit führenden Unternehmens Chessbase. 4970 Partien hat er bereits kommentiert, mehr als irgendjemand sonst. Also ein Schachnerd sondergleichen? Nichts da, der herzliche und hilfsbereite Familienvater kann böhmische Mehlklöße herstellen, von denen angeblich einer allein einen Mann für Wochen sättigt.

In der Bundesliga 2007 gewann er als Weißer am Zug gegen den für den Deutschen Meister Baden-Baden spielenden spanischen Spitzenspieler Francisco Vallejo Pons.

Wie zauberte er ein dreizügiges Matt aufs Brett, und warum wäre 1.Le4, das scheinbar undeckbar Matt auf g7 oder g8 droht, ein Reinfall gewesen?

Lösung Nr. 6:

Wie knüpfte Weiß ein Mattnetz um den schwarzen König?

Nach dem Königszug (!) 1.Kg5!! gab Schwarz auf, weil auf 1...Lxd7 2.Kh6! mit undeckbarem Matt auf g7 und auf 1...Kh7 2.Dxg6+! (der Bauer f7 ist gefesselt!) Kh8 3.Dh6+ Kg8 4.Kf6! als Apotheose des weißen Königsmarschs käme