Vor zwei Wochen gingen wir auf das nicht bei allen Scrabblern beliebte Q ein. Außer in der Endphase einer Partie habe ich es eigentlich ganz gern auf dem Bänkchen, zumal meiner Ansicht nach die zehn Punkte für diesen Buchstaben zu hoch angesetzt sind, seitdem das aus dem Chinesischen stammende QI zulässig ist. Vergleichbares – nur ohne sinologischen Hintergrund – gilt im Grunde für das Ö, das auch nicht nur Freunde hat. Mit acht Zählern ist das Ö ebenso überbewertet, enthalten doch allein fünf zweibuchstabige Wörter diesen Umlaut: BÖ, NÖ, ÖD, ÖL und TÖ. Hinzu kommen die aus drei Buchstaben bestehenden Beugungsformen dieser Begriffe und die im Rechtschreib-Duden aufgeführten zehn Lemmata derselben Länge: GÖD, GÖR, KÖM, ÖHM, ÖHR, ÖKO, ÖRE, ÖSE, ÖSI und RÖT. Die hier abgebildete – einer realen Partie entnommene – Spielsituation belegt eindrucksvoll die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des Ö. Zwei Züge bringen Werte in den 60ern, einer gar mehr als 80 Punkte.

Lösung Nr. 6:

63 Punkte brachte der Infinitiv ANLEIMEN auf M5–M12, 74 Zähler die gebeugte Partizipialform EILENDEM auf L6–L13. Der nach meiner Auffassung am schwierigsten zu findende Zug lautete FANMEILE, war auf C3–C10 zu platzieren und mit insgesamt 69 Augen dotiert

Es gelten nur Wörter, die im Duden, "Die deutsche Rechtschreibung", 26. Auflage, verzeichnet sind, sowie deren Beugungsformen. Die Scrabble-Regeln im Internet unter www.scrabble.de