Die Welt seiner Kindheit hat er so beschrieben: "Meine Eltern, Bauern, haben mir beigebracht, die Menschen und ihre Arbeit zu respektieren, und ich habe gelernt, das Leben auf dem Land und den Bezug zur Erde zu schätzen." Eigentlich das beste Fundament, um später selber Gemüse anzubauen – aber es kommt anders. Ein Lehrer erkennt sein Talent, er darf aufs Gymnasium. Probiert es zunächst mit Journalismus, studiert dann Kunstgeschichte, arbeitet in einer Behörde. Nebenher schreibt er an seinem Debüt, in dem er die jüngere, belastete und daher oft verdrängte Geschichte seines südlichen Landes zum Thema macht – eines der Motive, die er später immer wieder aufgreifen wird. "Mir hat es nicht gereicht nachzulesen, wie diese Welt war. Da ich sie nicht selbst erlebt habe, musste ich sie mir erfinden, und das kann man nur in einem Roman", sagt er.

Und tatsächlich gelingt dem Dreißigjährigen auf Anhieb der literarische Durchbruch. Seither schreibt und publiziert er, und das quer durch die Genres; sogar ein Krimi ist dabei und wird verfilmt, lange vor dem heutigen Boom. Sein Stil aber ist unverkennbar und bleibt es; die langen, verschachtelten Sätze wirken assoziativ, rufen Bilder und Stimmungen hervor. Und sein Wort hat Gewicht, auch gesellschaftlich. Für die jüngsten politischen Bestrebungen mancher Landsleute hat er nur ein Kopfschütteln übrig. Als einer der namhaften Autoren seines Landes sieht er sich als Weltbürger, zumal er mit seiner Frau – auch sie schreibt – zeitweise im Big Apple lebt und arbeitet. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 15:

Die Jazzsängerin Sarah "Sassy" Vaughan (1924 bis 1990) wuchs in Newark/USA auf, mit 18 nahm sie in Harlem am Talentwettbewerb des Apollo Theater teil und wurde von Billy Eckstine entdeckt. Earl Hines engagierte sie später für seine Big Band. 1945 begann sie ihre Solokarriere und trat auch vor Präsidenten wie z. B. Gerald Ford auf