Dokumentation Die Rede des Wahlsiegers Barack Obama
Der designierte US-Präsident Barack Obama ist kurz nach seinem Wahlsieg vor seine Anhänger getreten. Wir dokumentieren seine Rede in Auszügen
Wenn es irgendjemanden gibt, der noch immer daran zweifelt, dass Amerika der Ort ist, an dem alles möglich ist, der sich fragt, ob der Traum unserer Gründerväter heutzutage noch lebt, der noch immer die Macht unserer Demokratie infrage stellt - die heutige Nacht ist die Antwort.
"Es hat lange gedauert, aber heute Nacht, durch das, was wir heute bei dieser Wahl getan haben, in diesem entscheidenden Moment, ist der Wandel nach Amerika gekommen."
"Ich werde niemals vergessen, wem dieser Sieg tatsächlich gehört - er gehört Euch."
"Die Straße vor uns wird lang sein. Der Hang wird steil sein. Wir werden nicht alles in einem Jahr oder in einer Amtszeit erreichen."
"Aber ich hatte nie mehr Hoffnung als heute Nacht, dass wir es schaffen werden. Es wird Rückschläge und Fehlstarts geben."
"Was die Herausforderungen angeht, die vor uns stehen, werde ich immer ehrlich mit Euch sein. Ich werde Euch zuhören - vor allem, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind."
"Ich gratuliere ihm (John McCain) und Gouverneurin (Sarah) Palin zu allem, was sie erreicht haben, und ich freue mich darauf, in den kommenden Monaten mit ihnen zusammenzuarbeiten, um das Versprechen dieses Landes zu erneuern."
- Datum 05.11.2008 - 18:07 Uhr
- Quelle dpa
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Es schmerzte, zu erleben wie die grösste Demokratie der Welt sich nach dem Schock des 11.9. hinter einer Schar korrupter Egomanen duckte und es zuließ, dass Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit auf dem Altar der Homeland Security geopfert wurden, während nimmersatte Kapitalmaximierer unter der Flagge des freien Marktes unzählige Menschen in die nackte Existenzangst trieben.
Ich weiss nicht, was sich unter Obama ändern wird und ob es gut wird, aber es stärkt den angenagten Galuben an die Demokratie, zu erleben, dass Wandel möglich ist, wenn Menschen sich interessieren.
Möge auch uns das gelingen und möge uns die nahe Zukunft charismatischere, mutigere und politischere Politiker bescheren als Merkel, Steinmeier oder Lafontaine!
Auch wir brauchen den Wandel!
I. Klamann
Gut gebrüllt Löwe...
... aaaaber...
... ist es nicht schwierig einen Staat als "größte Demokratie" zu bezeichnen - wo doch Demokratie ein höchst idealistisches Wort ist und wo wir doch wissen, dass in einer Demokratie das Volk tatsächlich nicht die absolute Macht hat? Und - duckte sich das amerikanische Volk tatsächlich unter der Führung der Regierung? Denn: Es stimmt, Demokratie ist freiübersetzt die "Herrschaft des Volkes", aber die amerikanische Demokratie ist keine direkte sondern repräsentative Demokratie. Demokratisch eine Regierung zu wählen heißt einen Vertrag über eine ungewisse Zukunft zu unterschreiben; es ist ein wenig wie russisches Roulette: Du kannst die Kugel nicht aufhalten, falls sie in der Kammer ist.
Und die Führung der USA opferte nicht zum ersten mal hehre Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenrechte auf dem Altar der "Homeland-Security"; aus Geschichte lernen lautet das Credo! Und: Macht korrumpiert! Die Entwicklungen unter der Amtszeit von George W. Bush darf uns verwundern - aber nicht überraschen.
Und es gilt doch auch: Sicherlich stand Bush mit seiner Meinung des Afghanistaneinsatzes und des Angriffs auf den Irak nicht allein da. Es gab sicherlich genügend US-Amerikaner, die diese militärischen Interventionen befürworteten - mitgefangen, mitgehangen. George W. Bush hat nur das Pech Präsident und damit an vorderster Front verantwortlich für das Handeln der USA zu sein. Und: Jaaa - vielleicht ist Bush wirklich nur verantwortlich und noch nicht mal schuldig - der Unterschied erklärt sich durch die Absicht; verantwortlich ist er solange er nur mit besten Wissen und Gewissen gehandelt hat, schuldig wenn er absichtlich "Schlechtes" getan hat.
Für viele ist George W. Bush die Porjektionsfläche für alles Schlechte der USA. Ich finde das traurig und will den ehemaligen Präsidenten nicht strikt verurteilen. Und ich will an dies erinnern: Wenn Staatsführer große Dinge vollbringen werden sie gefeiert und stets werden auch Stimmen laut, die sagen, dass sie die großen Dinge nicht allein vollbrachten. Wenn aber Staatsführer minder gute Dinge, sprich schlechte Dinge, vollbringen sind allein sie schuld-schuld-schuldig. Kommt nur mir das seltsam vor?
Ganz ähnliches gilt bezüglich der Finanzkrise: Ich glaube nicht, dass es einen Personenkreis am Börsenparkett oder in einer Bank gab, die sich dachte: Wow, let's do something really bad now, let's ruin people!
Menschen sind Herdentiere - und doch Individuen. Sie müssen miteinander arbeiten, sich gruppieren und regruppieren, interagieren und kommunizieren: Sie bilden soziale, wirtschaftliche und politische Systeme und Systeme haben Krisen.
An Barack Obama ist es nun die US-amerikanischen Systemteile von der Krise zu kurieren und das ist eine wirklich schwere Aufgabe für einen einzigen Mann, der - auch wenn er gerne als der "Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der mächtigste Mann der Welt" dargestellt wird - doch nur wenige Mittel in der Hand hält. Ich wünsche dem Uhrenmacher viel Glück und bin froh nicht an seiner Stelle zu sein!
Im vorherigen Kommentar wünscht sich der Autor charismatischere, mutigere und politischere Politiker. Nun ich denke nicht, dass die Politiker der USA charismatischer, mutiger und politischer sind.
Es ist vielmehr die Art der Demokratie, die zwischen Wahlen in der Bundesrepublik und in den USA den Unterschied macht. Deutschland ist nun mal keine präsidiale Bundesrepublik wie die USA. Wir wählen nicht unseren Staatsführer. Deutschland ist eine parlamentarische Bundesrepublik - wir wählen das Parlament. Da ist es doch verständlich, dass der Fokus in den USA mehr auf den Präsidenten gerichtet ist als in Deutschland - und natürlich arbeiten die Präsidentschaftskandidaten in den USA vieeel mehr an ihrem öffentlichen Image als alle deutschen Politiker zusammen. Und ich frage: Ist das gut? Oder ist das Täuschung?
Frage an den Autor vom vorherigen Kommentar: Warum brauchen auch wir den Wandel?
Warte gespannt auf eine Erwiderung und verbleibe bis dahin mit freundlichen Grüßen.
Gut gebrüllt Löwe...
... aaaaber...
... ist es nicht schwierig einen Staat als "größte Demokratie" zu bezeichnen - wo doch Demokratie ein höchst idealistisches Wort ist und wo wir doch wissen, dass in einer Demokratie das Volk tatsächlich nicht die absolute Macht hat? Und - duckte sich das amerikanische Volk tatsächlich unter der Führung der Regierung? Denn: Es stimmt, Demokratie ist freiübersetzt die "Herrschaft des Volkes", aber die amerikanische Demokratie ist keine direkte sondern repräsentative Demokratie. Demokratisch eine Regierung zu wählen heißt einen Vertrag über eine ungewisse Zukunft zu unterschreiben; es ist ein wenig wie russisches Roulette: Du kannst die Kugel nicht aufhalten, falls sie in der Kammer ist.
Und die Führung der USA opferte nicht zum ersten mal hehre Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenrechte auf dem Altar der "Homeland-Security"; aus Geschichte lernen lautet das Credo! Und: Macht korrumpiert! Die Entwicklungen unter der Amtszeit von George W. Bush darf uns verwundern - aber nicht überraschen.
Und es gilt doch auch: Sicherlich stand Bush mit seiner Meinung des Afghanistaneinsatzes und des Angriffs auf den Irak nicht allein da. Es gab sicherlich genügend US-Amerikaner, die diese militärischen Interventionen befürworteten - mitgefangen, mitgehangen. George W. Bush hat nur das Pech Präsident und damit an vorderster Front verantwortlich für das Handeln der USA zu sein. Und: Jaaa - vielleicht ist Bush wirklich nur verantwortlich und noch nicht mal schuldig - der Unterschied erklärt sich durch die Absicht; verantwortlich ist er solange er nur mit besten Wissen und Gewissen gehandelt hat, schuldig wenn er absichtlich "Schlechtes" getan hat.
Für viele ist George W. Bush die Porjektionsfläche für alles Schlechte der USA. Ich finde das traurig und will den ehemaligen Präsidenten nicht strikt verurteilen. Und ich will an dies erinnern: Wenn Staatsführer große Dinge vollbringen werden sie gefeiert und stets werden auch Stimmen laut, die sagen, dass sie die großen Dinge nicht allein vollbrachten. Wenn aber Staatsführer minder gute Dinge, sprich schlechte Dinge, vollbringen sind allein sie schuld-schuld-schuldig. Kommt nur mir das seltsam vor?
Ganz ähnliches gilt bezüglich der Finanzkrise: Ich glaube nicht, dass es einen Personenkreis am Börsenparkett oder in einer Bank gab, die sich dachte: Wow, let's do something really bad now, let's ruin people!
Menschen sind Herdentiere - und doch Individuen. Sie müssen miteinander arbeiten, sich gruppieren und regruppieren, interagieren und kommunizieren: Sie bilden soziale, wirtschaftliche und politische Systeme und Systeme haben Krisen.
An Barack Obama ist es nun die US-amerikanischen Systemteile von der Krise zu kurieren und das ist eine wirklich schwere Aufgabe für einen einzigen Mann, der - auch wenn er gerne als der "Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der mächtigste Mann der Welt" dargestellt wird - doch nur wenige Mittel in der Hand hält. Ich wünsche dem Uhrenmacher viel Glück und bin froh nicht an seiner Stelle zu sein!
Im vorherigen Kommentar wünscht sich der Autor charismatischere, mutigere und politischere Politiker. Nun ich denke nicht, dass die Politiker der USA charismatischer, mutiger und politischer sind.
Es ist vielmehr die Art der Demokratie, die zwischen Wahlen in der Bundesrepublik und in den USA den Unterschied macht. Deutschland ist nun mal keine präsidiale Bundesrepublik wie die USA. Wir wählen nicht unseren Staatsführer. Deutschland ist eine parlamentarische Bundesrepublik - wir wählen das Parlament. Da ist es doch verständlich, dass der Fokus in den USA mehr auf den Präsidenten gerichtet ist als in Deutschland - und natürlich arbeiten die Präsidentschaftskandidaten in den USA vieeel mehr an ihrem öffentlichen Image als alle deutschen Politiker zusammen. Und ich frage: Ist das gut? Oder ist das Täuschung?
Frage an den Autor vom vorherigen Kommentar: Warum brauchen auch wir den Wandel?
Warte gespannt auf eine Erwiderung und verbleibe bis dahin mit freundlichen Grüßen.
Gut gebrüllt Löwe...
... aaaaber...
... ist es nicht schwierig einen Staat als "größte Demokratie" zu bezeichnen - wo doch Demokratie ein höchst idealistisches Wort ist und wo wir doch wissen, dass in einer Demokratie das Volk tatsächlich nicht die absolute Macht hat? Und - duckte sich das amerikanische Volk tatsächlich unter der Führung der Regierung? Denn: Es stimmt, Demokratie ist freiübersetzt die "Herrschaft des Volkes", aber die amerikanische Demokratie ist keine direkte sondern repräsentative Demokratie. Demokratisch eine Regierung zu wählen heißt einen Vertrag über eine ungewisse Zukunft zu unterschreiben; es ist ein wenig wie russisches Roulette: Du kannst die Kugel nicht aufhalten, falls sie in der Kammer ist.
Und die Führung der USA opferte nicht zum ersten mal hehre Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenrechte auf dem Altar der "Homeland-Security"; aus Geschichte lernen lautet das Credo! Und: Macht korrumpiert! Die Entwicklungen unter der Amtszeit von George W. Bush darf uns verwundern - aber nicht überraschen.
Und es gilt doch auch: Sicherlich stand Bush mit seiner Meinung des Afghanistaneinsatzes und des Angriffs auf den Irak nicht allein da. Es gab sicherlich genügend US-Amerikaner, die diese militärischen Interventionen befürworteten - mitgefangen, mitgehangen. George W. Bush hat nur das Pech Präsident und damit an vorderster Front verantwortlich für das Handeln der USA zu sein. Und: Jaaa - vielleicht ist Bush wirklich nur verantwortlich und noch nicht mal schuldig - der Unterschied erklärt sich durch die Absicht; verantwortlich ist er solange er nur mit besten Wissen und Gewissen gehandelt hat, schuldig wenn er absichtlich "Schlechtes" getan hat.
Für viele ist George W. Bush die Porjektionsfläche für alles Schlechte der USA. Ich finde das traurig und will den ehemaligen Präsidenten nicht strikt verurteilen. Und ich will an dies erinnern: Wenn Staatsführer große Dinge vollbringen werden sie gefeiert und stets werden auch Stimmen laut, die sagen, dass sie die großen Dinge nicht allein vollbrachten. Wenn aber Staatsführer minder gute Dinge, sprich schlechte Dinge, vollbringen sind allein sie schuld-schuld-schuldig. Kommt nur mir das seltsam vor?
Ganz ähnliches gilt bezüglich der Finanzkrise: Ich glaube nicht, dass es einen Personenkreis am Börsenparkett oder in einer Bank gab, die sich dachte: Wow, let's do something really bad now, let's ruin people!
Menschen sind Herdentiere - und doch Individuen. Sie müssen miteinander arbeiten, sich gruppieren und regruppieren, interagieren und kommunizieren: Sie bilden soziale, wirtschaftliche und politische Systeme und Systeme haben Krisen.
An Barack Obama ist es nun die US-amerikanischen Systemteile von der Krise zu kurieren und das ist eine wirklich schwere Aufgabe für einen einzigen Mann, der - auch wenn er gerne als der "Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der mächtigste Mann der Welt" dargestellt wird - doch nur wenige Mittel in der Hand hält. Ich wünsche dem Uhrenmacher viel Glück und bin froh nicht an seiner Stelle zu sein!
Im vorherigen Kommentar wünscht sich der Autor charismatischere, mutigere und politischere Politiker. Nun ich denke nicht, dass die Politiker der USA charismatischer, mutiger und politischer sind.
Es ist vielmehr die Art der Demokratie, die zwischen Wahlen in der Bundesrepublik und in den USA den Unterschied macht. Deutschland ist nun mal keine präsidiale Bundesrepublik wie die USA. Wir wählen nicht unseren Staatsführer. Deutschland ist eine parlamentarische Bundesrepublik - wir wählen das Parlament. Da ist es doch verständlich, dass der Fokus in den USA mehr auf den Präsidenten gerichtet ist als in Deutschland - und natürlich arbeiten die Präsidentschaftskandidaten in den USA vieeel mehr an ihrem öffentlichen Image als alle deutschen Politiker zusammen. Und ich frage: Ist das gut? Oder ist das Täuschung?
Frage an den Autor vom vorherigen Kommentar: Warum brauchen auch wir den Wandel?
Warte gespannt auf eine Erwiderung und verbleibe bis dahin mit freundlichen Grüßen.
--Wenn aber Staatsführer minder gute Dinge, sprich schlechte Dinge, vollbringen sind allein sie schuld-schuld-schuldig-- So hat niemand argumentiert, verehrter Border Crosser, der die Amerika-Politik kritisierte. Immer war mit "Bush" logischerweise die gesamte Administration gemeint. Es waren mit den Kritiken gegen die US-Politik auch nie Amerika als Land oder die Amerikaner als Volk - sowohl weiß wie schwarz wie sonstwie - gemeint, sondern immer nur die Bush-Administration.
Und nun sieht man fröhliche, ja verliebte Gesichter um Obama und sieht, dass Amerika ein wunderbares Land ist, wie es das schon immer war. Nur diese verkniffenen, zerknitterten und hasserfüllten Gesichter eines Rumsfelds, eines Dick Cheneys, eines Wolfiwitzes oder das augenzukneifende, weil lügende Gesicht eines dumpfen sprachminderwärtigen Bushs muss man nun gottseidank nicht mehr ertragen, wenn von Amerika die Rede sein wird.
Es lebe Amerika! Es lebe die Demokratie mit der Würde und Achtung vor allen Menschen!
Ja, Sie haben recht, von der "größten" Demokratie zu sprechen ist superlativistischer Journalistensprech (wie er mittlerweile auch in der ZEIT grassiert). Pardon dafür.
Weder in der Finanzkrise noch in der Politik bringt uns der Begriff "Schuld" weiter. Sicher aber wissen wir spätestens seid Kant, das ein Handeln, dessen Absicht nicht zur Maxime eines Gesetzes werden kann, nicht "gut" zu nennen ist.
Daran gemessen kann der selektiven Verweigerung der generellen Menschenrechte für eine von der Bush Regierung als feindlich apostrophierte Gruppe keine "gute" Absicht zugrunde liegen. Führt sie doch letzlich zur Aushöhlung der Menschenrechte und des Rechtsstaats.
Ebensowenig eignet sich die Idee, aus Geld mehr Geld zu machen als gesellschaftliche Maxime. Irgendjemand muss das Geld schließlich in Nutzen umwandeln. (Wie weit diese Nutzanwendung aus unserem Rendite geprägten Blickwinkel verschwunden ist, wird daran deutlich, dass ausgerechnet den Häuslebauern, die das geliehene Geld real verwenden, die "Schuld" für die Finanzkrise gegeben wird.)
In beiden Fällen haben Menschen nicht verantwortlich gehandelt, deren Macht es ihnen gestattet hätte, anderes zu versuchen.
Schauen wir, für welche Absichten Obama seine geliehene Macht nutzt.
--Wenn aber Staatsführer minder gute Dinge, sprich schlechte Dinge, vollbringen sind allein sie schuld-schuld-schuldig-- So hat niemand argumentiert, verehrter Border Crosser, der die Amerika-Politik kritisierte. Immer war mit "Bush" logischerweise die gesamte Administration gemeint. Es waren mit den Kritiken gegen die US-Politik auch nie Amerika als Land oder die Amerikaner als Volk - sowohl weiß wie schwarz wie sonstwie - gemeint, sondern immer nur die Bush-Administration.
Und nun sieht man fröhliche, ja verliebte Gesichter um Obama und sieht, dass Amerika ein wunderbares Land ist, wie es das schon immer war. Nur diese verkniffenen, zerknitterten und hasserfüllten Gesichter eines Rumsfelds, eines Dick Cheneys, eines Wolfiwitzes oder das augenzukneifende, weil lügende Gesicht eines dumpfen sprachminderwärtigen Bushs muss man nun gottseidank nicht mehr ertragen, wenn von Amerika die Rede sein wird.
Es lebe Amerika! Es lebe die Demokratie mit der Würde und Achtung vor allen Menschen!
Ja, Sie haben recht, von der "größten" Demokratie zu sprechen ist superlativistischer Journalistensprech (wie er mittlerweile auch in der ZEIT grassiert). Pardon dafür.
Weder in der Finanzkrise noch in der Politik bringt uns der Begriff "Schuld" weiter. Sicher aber wissen wir spätestens seid Kant, das ein Handeln, dessen Absicht nicht zur Maxime eines Gesetzes werden kann, nicht "gut" zu nennen ist.
Daran gemessen kann der selektiven Verweigerung der generellen Menschenrechte für eine von der Bush Regierung als feindlich apostrophierte Gruppe keine "gute" Absicht zugrunde liegen. Führt sie doch letzlich zur Aushöhlung der Menschenrechte und des Rechtsstaats.
Ebensowenig eignet sich die Idee, aus Geld mehr Geld zu machen als gesellschaftliche Maxime. Irgendjemand muss das Geld schließlich in Nutzen umwandeln. (Wie weit diese Nutzanwendung aus unserem Rendite geprägten Blickwinkel verschwunden ist, wird daran deutlich, dass ausgerechnet den Häuslebauern, die das geliehene Geld real verwenden, die "Schuld" für die Finanzkrise gegeben wird.)
In beiden Fällen haben Menschen nicht verantwortlich gehandelt, deren Macht es ihnen gestattet hätte, anderes zu versuchen.
Schauen wir, für welche Absichten Obama seine geliehene Macht nutzt.
--Wenn aber Staatsführer minder gute Dinge, sprich schlechte Dinge, vollbringen sind allein sie schuld-schuld-schuldig-- So hat niemand argumentiert, verehrter Border Crosser, der die Amerika-Politik kritisierte. Immer war mit "Bush" logischerweise die gesamte Administration gemeint. Es waren mit den Kritiken gegen die US-Politik auch nie Amerika als Land oder die Amerikaner als Volk - sowohl weiß wie schwarz wie sonstwie - gemeint, sondern immer nur die Bush-Administration.
Und nun sieht man fröhliche, ja verliebte Gesichter um Obama und sieht, dass Amerika ein wunderbares Land ist, wie es das schon immer war. Nur diese verkniffenen, zerknitterten und hasserfüllten Gesichter eines Rumsfelds, eines Dick Cheneys, eines Wolfiwitzes oder das augenzukneifende, weil lügende Gesicht eines dumpfen sprachminderwärtigen Bushs muss man nun gottseidank nicht mehr ertragen, wenn von Amerika die Rede sein wird.
Es lebe Amerika! Es lebe die Demokratie mit der Würde und Achtung vor allen Menschen!
Ja, Sie haben recht, von der "größten" Demokratie zu sprechen ist superlativistischer Journalistensprech (wie er mittlerweile auch in der ZEIT grassiert). Pardon dafür.
Weder in der Finanzkrise noch in der Politik bringt uns der Begriff "Schuld" weiter. Sicher aber wissen wir spätestens seid Kant, das ein Handeln, dessen Absicht nicht zur Maxime eines Gesetzes werden kann, nicht "gut" zu nennen ist.
Daran gemessen kann der selektiven Verweigerung der generellen Menschenrechte für eine von der Bush Regierung als feindlich apostrophierte Gruppe keine "gute" Absicht zugrunde liegen. Führt sie doch letzlich zur Aushöhlung der Menschenrechte und des Rechtsstaats.
Ebensowenig eignet sich die Idee, aus Geld mehr Geld zu machen als gesellschaftliche Maxime. Irgendjemand muss das Geld schließlich in Nutzen umwandeln. (Wie weit diese Nutzanwendung aus unserem Rendite geprägten Blickwinkel verschwunden ist, wird daran deutlich, dass ausgerechnet den Häuslebauern, die das geliehene Geld real verwenden, die "Schuld" für die Finanzkrise gegeben wird.)
In beiden Fällen haben Menschen nicht verantwortlich gehandelt, deren Macht es ihnen gestattet hätte, anderes zu versuchen.
Schauen wir, für welche Absichten Obama seine geliehene Macht nutzt.
Stets hat das Volk bei einem Thronwechsel auf bessere Zeiten gehofft. Obama verspricht viel und es ist ihm einiges zuzutrauen. Auch ein Wandel,
"he can"! Allerdings hat der 44. Präsident doch weit mehr als nur einen 3000m Hindernislauf zu absolvieren. Charisma, Optimismus und Patriotismus
bringt er durchaus mit. Die USA allerdings als die grösste Demokratie zu bezeichnen, halte ich allerdings für sehr verwegen. No, Sire, this is not o.k..
Dem neuen Präsidenten muss ich einfach viel Glück wünschen und hoffentlich auch eine gute Partnerschaft mit Deutschland.
Möge er seine Sache besser machen als sein Vorgänger. Vor allem in der Außenpolitik. Seine Standfestigkeit hat er in den Wahlkämpfen bestätigt.
Das waren mit Verlaub gesagt aber nur die Halbfinalläufe, die Kür sozusagen.
Im Januar 2009 beginnt die Pflicht und nach dem ersten Jahr kann eine Zwischenbilanz gezogen werden. Sehr gut, es sollen alle mit in das Boot genommen werden. Obama spricht vom "Wir" und nicht vom "Ich", wie sein Vorgänger. Als Demokrat und als erster dunkelhäutiger Präsident der USA
darf man auf das neue Gesicht im "Weißen Haus" gespannt sein.
Lieps
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