Abi, was dann? Alternativen zur Lehre

Wer nicht studiert, muss noch lange kein Azubi sein. Neben den anerkannten Ausbildungsberufen gibt es eine Reihe weiterer Möglichkeiten außerhalb der Uni, um einen Beruf zu erlernen.

Berufsfachschulen

Nicht alle Berufsausbildungen haben einen praktischen Schwerpunkt. Manche Berufe erlernt man besser in der Theorie, z.B. den des Physiotherapeuten. Hierfür besucht man drei Jahre lang eine Berufsfachschule. Generell werden Berufsfachschüler mindestens ein Jahr unterrichtet.

Nicht jeder erfolgreiche Schulbesuch führt zwangsläufig zu einem Berufsabschluss. Er kann auch dazu dienen, die Schüler allgemein in eine Branche einzuführen oder auf eine Fachausbildung vorzubereiten. So unterschiedlich wie die Ausbildung sind auch die schulischen Voraussetzungen für die Aufnahme.

Es ist also sinnvoll, sich zuerst Gedanken über den Berufswunsch zu machen und sich anschließend zu erkundigen, inwieweit eine Berufsfachschule als Ausbildung oder Teilausbildung geeignet ist.

Links:

www.machs-richtig.de
Das Berufswahlportal der Arbeitsagentur unterstützt bei der Suche nach dem richtigen Beruf und liefert Informationen zu Ausbildungswegen und Alternativen.

berufenet.arbeitsagentur.de
In der Datenbank der Arbeitsagentur sind jede Menge Ausbildungen und Berufe beschrieben, die über die Suche Berufenet aufgerufen werden können.

www.kursnet.arbeitsagentur.de
Über Kursnet bietet die Arbeitsagentur eine Suchmaske an, mit der einfach und schnell Bildungsangebote gefunden werden können.

www.kmk.org
Die Kultusministerkonferenz ist zuständig für die Berufsfachschulen und bestimmt die Rahmenvereinbarungen .

Abiturientenausbildung

Wem das Studium zu theoretisch und die Lehre zu praktisch ist, hat als Abiturient die Möglichkeit eine Sonderausbildung der Wirtschaft zu machen. Dies ist für diejenigen interessant, die einen Job als Betriebswirt in der Industrie, in Handelsunternehmen oder Versicherungen anstreben und mindestens die Fachhochschulreife besitzen. Allerdings sind diese Plätze sehr begehrt, nur wenige Bewerber haben Glück.

Die Auszubildenden arbeiten zu einem Teil praktisch in einem Betrieb, die übrige Zeit werden sie in einer Verwaltung- und Wirtschaftsakademie unterrichtet. Insgesamt dauert die Ausbildung mindestens drei Jahre, wobei nach der Hälfte der Zeit ein berufsqualifizierender Abschluss möglich ist.

Wie die Abiturientenausbildung in der Wirtschaft im Detail aussieht, hängt vom Bundesland, dem Betrieb und der Akademie ab. Darum gilt es, sich frühzeitig zu erkundigen und sich rechtzeitig nach einem geeigneten Betrieb umzuschauen.

Links:

www.kursnet-online.arbeitsagentur.de/bbz
„Beruf Bildung Zukunft“ gibt einen kurzen Überblick mit den wichtigsten Fragen zur Abiturientenausbildung.

www.abi.de
Das abi Berufswahl-Magazin hat einen Schwerpunkt zum Thema „Sonderausbildung in der Wirtschaft“ herausgegeben.

www.vwa.de
Der Bundesverband der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien ist für die theoretischen Unterrichtsphasen und Studiensemester zuständig.

Berufsakademien

Das Studium an einer Berufsakademie ist der Abiturientenausbildung sehr ähnlich. Es handelt sich dabei um eine duale Ausbildung die zu gleichen Teilen aus praktischer Arbeit und theoretischem Unterricht besteht. Studenten schließen nach sechs Semestern mit einem akademischen Grad ab. Jedoch gilt auch hier: Die Ausbildungsangebote unterscheiden sich je nach Bundesland und Akademie.

Die Berufsakademien bilden in der Regel in den Bereichen Technik und Wirtschaft, Sozialwesen, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen aus. Innerhalb eines Semesters wechseln dreimonatige Studienphasen mit dreimonatigen Praxisphasen im Betrieb. Für die Arbeit zahlt die Firma den Studierenden eine Vergütung.

Die Hochschulreife wird normalerweise vorausgesetzt. Die Auswahl der Bewerber übernehmen die Firmen, die nicht nur auf das Zeugnis schauen. Häufig werden die Studenten durch einen Eignungstest oder ein Assessment-Center ausgesucht. Der Vorteil: 85% der Absolventen finden unmittelbar nach Ende dieser Ausbildung einen Arbeitsplatz – meist in dem Betrieb, der sie ausgebildet hat.

Links:

www.kursnet-online.arbeitsagentur.de/bbz
Die Arbeitsagentur erklärt auf der Seite „Beruf Bildung Zukunft“ in einer Übersicht, wie die Berufsakademien ausbilden.

www.studienwahl.de
Die Studien- und Berufswahl geht auf die zum Teil erheblichen Unterschiede in den einzelnen Bundesländern ein und bietet darüber hinaus eine Suche nach Berufsakademien an.

 
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