Projekt des Monats Griechische Texte des antiken Christentums
Projekt des Monats Mai 2006
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Das Akademienvorhaben
Das antike Christentum hat die europäische Kultur tief geprägt. In einem Vorhaben der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften werden heute zentrale Werke aus dem vorzugsweise östlichen, mehrheitlich griechischsprachigen Bereich ins Deutsche und Englische übersetzt und inhaltlich erschlossen. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt der Editionstätigkeit bei Origenes, dem ersten christlichen Universalgelehrten der Antike. Die Ergebnisse dieser Unternehmung wird in den Reihen "Griechische Christliche Schriftsteller" (GCS) und "Texte und Untersuchungen" (TU) veröffentlicht.
Das Projekt des Monats
Register sind die einzige Möglichkeit, zielgenau in solchen Texten ein wichtiges, sinntragendes Wort, eine Grundform eines Wortes (Lemma), eine grammatische Konstruktion oder auch eine Stilfigur aufzufinden. Der Weg war stets vorbestimmt: 1. Nachschlagen, 2. Stellenangaben notieren, 3. Stellen im Buch sichten und bewerten.
Eine Digitale Edition mit umfangreicheren Abfragemöglichkeiten verkürzt diesen Weg erheblich: Lemma eingeben, dann alle Fundstellen ansehen und auswählen, um am Ende nur die passenden Angaben zu notieren. Das war bisher nur in eingeschränkter Weise möglich. So mussten beispielsweise im Thesaurus Linguae Graecae (TLG) alle flektierten Formen einzeln gesucht werden, was einen erheblichen Zeitaufwand erforderte.
In der Digitalen Edition der GCS genügt es jetzt, nach Grundformen zu suchen; die Suche wird dadurch beträchtlich vereinfacht und beschleunigt. Die aufgefundene Stellen werden kapitelweise mit Apparat und zitierfähig kompletter Literaturangabe angezeigt. Zum griechischen Text kann kapitelgenau die deutsche Übersetzung (in unserem Fall) aus dem Kirchenslavischen aufgerufen werden, die ebenfalls einen eigenen Apparat besitzt, der auf Wunsch angezeigt wird.
Eine Suche in der Übersetzung ist genauso möglich. Bei aufgefundenen Stellen erfolgt die Ausgabe ebenfalls mit Kontext - wahlweise mit der griechischen Parallelstelle. Als Beispiel wurde der Daniel-Kommentar des Hippolyt (GCS NF 7) ausgewählt und in einem reduzierten Umfang verschlagwortet.
Ein dank geht an den Verlag Walter de Gruyter für die freundliche Genehmigung, das Werk in vollem Umfang in das Internet stellen zu dürfen. Wir weisen gleichzeitig darauf hin, dass beim Verlag das Buch bestellt werden kann, in dem sich die ausführlichen Register und weitere wertvolle Hinweise zur Textbenutzung befinden. Für Anregungen und Hinweise am Projekt des Monats sowie positive Rückmeldungen sind wir dankbar.
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