Der angeschlagene Stahlkocher Salzgitter kann die Sanierung angehen. Der Aufsichtsrat billigte am Donnerstag die Neustrukturierung des Konzerns, bei der 1.500 der gut 23.000 Vollzeitstellen wegfallen sollen. Der Vorstand wird zugleich auf drei Mitglieder verkleinert. Mit der Neustrukturierung der Geschäftsbereiche und der Unterzeichnung des Zukunftsvertrages mit der Gewerkschaft seien alle Voraussetzungen geschaffen, um den Konzern in der Branchenkrise zu stabilisieren, hieß es.

Das Programm diene zudem der Absicherung der Eigenständigkeit des Unternehmens und dem Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze, erklärte Salzgitter am Donnerstag. Das Land Niedersachsen als größter Einzelaktionär hatte der Umstrukturierung des ThyssenKrupp -Konkurrenten bereits zugestimmt und damit den Weg für das Votum im Kontrollrat freigemacht.

Knackpunkt in den Verhandlungen war zuvor das defizitäre Werk in Peine, in dem rund 1.100 Mitarbeiter Stahlträger für die Baubranche herstellen. Das erst vor kurzem für 400 Millionen Euro modernisierte Traditionswerk soll zwar erhalten werden, die Zahl der Arbeitsplätze schrumpft aber auf gut 800.