Die USA haben sich als weltweit größter Exporteur konventioneller Waffen dem UN-Vertrag zur Regulierung des internationalen Waffenhandels angeschlossen. Außenminister John Kerry unterschrieb den Arms Trade Treaty (ATT) am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Der Vertrag war im April nach jahrelangen Verhandlungen von den Vereinten Nationen verabschiedet worden. Das Abkommen verpflichtet die Unterzeichnerstaaten zur Prüfung, ob mit den gelieferten Waffen schwere Menschenrechtsverletzungen begangen werden könnten. Außerdem soll verhindert werden, dass Waffen in die Hände von Terroristen und des organisierten Verbrechens gelangen.


Bereits im April hatte Kerry angekündigt, dass seine Regierung zur Unterschrift bereit sei. Das Abkommen bezeichnete er damals als "wichtigen Beitrag zu den Bemühungen, den unerlaubten Handel mit konventionellen Waffen einzudämmen". Es verletze auch nicht das von der US-Verfassung garantierte Recht auf Waffenbesitz, sagte er mit Blick auf die skeptischen Stimmen in den USA.